Vechta - Südoldenburgisch geradeaus, dabei immer den Menschen in Not im Blick, aber eben auch einmal unbequem: So haben die Redner, Freunde und zahlreiche Weggefährten am Freitag bei einer Feier in der Aula des Vechtaer St.-Antonius-Hauses anlässlich der Verabschiedung von Waltraud von Laer, die scheidende Vorstandsvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Vechta charakterisiert.
Als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung des besonderen Engagements, das von Laer mit ihrem mehr als 30-jährigen Wirken für den SkF gezeigt hat, verlieh Caritas-Direktor Dr. Gerhard Tepe der 70-Jährigen das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold. Mitgebracht hatte Tepe dazu auch eine von Monsignore Dr. Peter Neher, dem Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, unterzeichnete Urkunde.
Die aus Dortmund angereiste SkF-Bundesgeschäftsführerin Renate Jachmann-Willmer dankte von Laer, die sie als „Vorgeherin und Vordenkerin, die sich, wenn es nötig ist, stets vor die Menschen stellt“, bezeichnete, für ihr herausragendes ehrenamtliches Wirken. Als äußeres Zeichen der Anerkennung überreichte sie ihr den „SkF-Kristall“.
Als von Laer 1979 ihr Arbeit für den SkF-Vechta aufnahm, konnte sie sich auf zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen stützen. Inzwischen zählt die Einrichtung 40 hauptamtliche und etwa 260 ehrenamtliche Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Funktionen. Sie tragen dazu bei, das zahlreiche Arbeitsfelder vom Frauenhaus bis zum kleinen Kaufhaus für sozial schwache Mitbürger bewältigt werden können.
Neben ihrem Einsatz im heimischen Raum, hat sich von Laer überregional unter anderem als Oldenburger Vertreterin im Diözesankomitee der Katholiken sowie als Mitglied der Kommission zum Schutz des ungeborenen Lebens in Münster eingebracht. Aktuell arbeitet sie beispielsweise im Vorstand des Arbeitskreises Niedersächsischer Frauenhäuser mit.
Die neue Vorsitzende des SkF-Vechta heißt Silja Meerpohl (Calveslage). Als Stellvertreterinnen stehen ihr Thea Langfermann (Lohne) und Miranda Koene (Lüsche) zur Seite.
