Vechta - Der Führungswechsel an der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT) Vechta, Diepholz, Oldenburg ist nun auch offiziell in trockenen Tüchern. Zum 1. Januar 2014 übergibt der amtierende Präsident Prof Jons Kersten (64) altersbedingt die Leitung an den 48-jährigen Prof. Ludger Bölke (die NWZ berichtete). Dann hat Kersten die Entwicklung der Einrichtung über 24 Jahre hinweg maßgeblich geprägt und begleitet.
Aus den eigenen Reihen
Das haben beide Hochschullehrer sowie Gerd Stötzel (Diepholz), der als Vorsitzender der FHWT-Gesellschafterversammlung und der Findungskommission am Montag, 15. Oktober, in Vechta erklärt. Stötzel zeigte sich froh, dass eine Bewerbung aus den eigenen Reihen zum Zug kam. Er verwies darauf, dass die Entscheidung für Bölke in allen Gremien einstimmig gefallen sei. Auf die breite Basis der Personalie in der FHWT verwies deren Vizepräsident Prof. Thomas Plegge.
Bölke stammt aus Lastrup. Er wohnt in Löningen, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Mit Blick auf seine Herkunft sagte der Informatiker, er freue sich auf seine neuen Aufgaben: „Als Oldenburger Münsterländer spreche ich auch platt, manchmal auch in Vorlesungen.“ Er hat in Erlangen, Nürnberg und Braunschweig studiert. Die Promotion erfolgte an der Universität Oldenburg. Danach arbeitete Bölke fünf Jahre als Senior-Berater in einer Kölner Softwarefirma. Seit 2002 ist er im Studienbereich Elektrotechnik/Mechatronik der FHWT in Oldenburg tätig. Neben vier Jahren als Studienbereichsleiter engagierte er sich im Senat und im Prüfungsausschuss.
Dualität im Blick
Für die Zukunft strebt der designierte Präsident eine „Fortführung des Erfolgskonzeptes duales Bachelorstudium“ an. Hinzu kommt die Kooperation mit Unternehmen. Das alles werde auf „sehr hohem praxisorientierten Niveau“ geschehen.
Die kürzlich in Vechta losgetretene Diskussion um die Auswahl eines anderen, den neuen Raumbedürfnissen der FHWT angepassten Standort ist für den ehemaligen Diepholzer Landrat Stötzel „nur bedingt nachvollziehbar“. „Wir sind eine Hochschule von Firmen und Gewerbe“, und die Anforderungen an ein neues Domizil sind eindeutig. Es muss kostengünstig, der Raumanforderung entsprechen und schnell bereit stehen. Stötzel unterstrich, dass die FHWT am Verwaltungssitz Vechta „Mieter bleibt“. Derzeit stehen als Perspektivstandorte ein Areal an der Pariser Straße und eine weitere stadtnahe Fläche im Raum. Präsiden Kersten ergänzte: „Eine zeitnahe Lösung ist in unserem Interesse“.
