Vechta - „Lassie“ hatte sich beim Versteckspiel ein Bein gebrochen. Mit ihrem kleinen kuscheligen Freund sowie etwa 300 Kindern in Begleitung ihrer Eltern oder Kindergartenerzieherin kam auch Leni Ostendorf in die erste Vechtaer Teddyklinik im Rathaus, Burgstraße 6. Im mit Behandlungs- und Versorgungsplätzen zum Krankenhaus umfunktionierten Foyer konnten vier- bis siebenjährigen Mädchen und Jungen ihre Lieblinge behandeln lassen.
Sorgfältige Vorbereitung
Ehrenamtlich entwickelt und organisiert hat das Projekt ein Team aus 14 Ärzten des St. Marienhospitals Vechta und Studenten der Universität Marburg. Als Helfer fungieren Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Vechta. Die Schirmherrschaft übernahmen unter anderem Bürgermeister Helmut Gels und Vechtas Landrat Herbert Winkel (beide CDU). Finanzielle Förderung steuerte der Lions Club Vechta bei.
Die Teddyklinik soll vor allem Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter das Spannungsfeld „Arzt – Krankenhaus – Krankheit“ spielerisch näherbringen. Die Kinder schlüpfen in die Rolle der Teddyeltern. Sie erleben die Untersuchung und Behandlung ihrer kranken Kuscheltiere hautnah und aus erster Hand, aber ohne dabei selbst Patient zu sein.
Zunächst werden die flauschigen Patienten an der Anmeldung sorgfältig registriert. Dann folgt ein kurzer Aufenthalt im Wartezimmer bis zum Aufruf zur Behandlung durch die Teddyärzte. So wird auch „Lassie“ untersucht, und Leni muss ihre Krankengeschichte erzählen.
Bewusstsein wecken
Nach einem Röntgenbild steht es zweifelsfrei fest: Das Bein ist gebrochen. Die Teddyärztin versorgt „Lassie“. Abschließend bekommt Leni noch ein Rezept und Pflaster für Verbandwechsel sowie einen ganz wichtigen Hinweis: Zur schnellen Genesung ist eine Kuscheltherapie absolut unerlässlich.
