• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball Regionalliga VfB Oldenburg

Derby mit veränderten Rollen

16.11.2018

Jeddeloh /Oldenburg Seitdem der SSV Jeddeloh und der VfB Oldenburg in Punktspielen in der Fußball-Regionalliga aufeinandertreffen, war die Rollenverteilung immer gleich. Hier der kleine Emporkömmling aus dem Ammerland, für den es zuletzt stets bergauf ging. Da der kriselnde Traditionsverein aus Oldenburg, der darum bangen muss, dass ihm der Nachbar zeitnahe den Rang abläuft.

Vor dem Derby an diesem Samstag (16 Uhr, 53acht-Arena) haben sich die Vorzeichen erstmals verändert. Der SSV befindet sich in der ersten sportlichen Krise mit einer gerade erst vollzogenen Trainerentlassung. Der VfB hingegen ist im Aufschwung und kommt mit dem Rückenwind einer Vertragsunterschrift von Coach Marco Elia und Co-Trainer Cumhur Demir.

Noch Kein VfB-Sieg

Der SSV Jeddeloh war im Sommer 2017 in die Regionalliga Nord aufgestiegen und ist seitdem in drei Punktspiel-Duellen mit dem VfB Oldenburg noch ohne Niederlage geblieben.

Am 9. Spieltag der Vorsaison gewannen die Ammerländer vor 2000 Zuschauern in der heimischen 53acht-Arena mit 2:0. Die Tore erzielten Anton Stach (10. Minute) und Marcel Gottschling (61.). Im Rückspiel der vergangenen Spielzeit kassierten die Oldenburger vor 2410 Zuschauern im Marschwegstadion eine 1:3-Niederlage. Nils Laabs (56.), Keven Oltmer (63.) und Alessandro Ficara (90.) trafen für den SSV. Pascal Richter hatte den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer für den VfB erzielt (86.).

In der Hinrunde der laufenden Saison gab es zum ersten Mal eine Punkteteilung zwischen den Nachbarn. Am 2. Spieltag kamen stattliche 4016 Zuschauer ins Marschwegstadion, sie sahen ein 1:1. Gazi Siala hatte die in der ersten Halbzeit überlegenen Oldenburger zunächst nach 16 Minuten in Führung gebracht. Kasra Ghawilu glich für den SSV nach der Pause aus (53.).

Ein wenig angespannt, aber positiv gestimmt, zeigte sich Ansgar Schnabel am Donnerstag. Seit Montag hat der Sportliche Leiter auch die Rolle des Interimstrainers inne, nachdem der SSV sich aufgrund der enttäuschenden Saison von Coach Key Riebau getrennt hatte. „Die Jungs haben die Situation verstanden und ziehen gut mit. Wir wollen die letzten Wochen vergessen machen“, sagte Schnabel nach den ersten Einheiten mit der Mannschaft. Sorgen, dass das Team nach zuletzt zwei Niederlagen verängstigt auftritt, hat er nicht: „Die Partien zuletzt waren natürlich kein gutes Omen. Wir gehen aber selbstbewusst in das Spiel gegen den VfB.“

Mehrere Veränderungen

Wie viel Neues sich bereits auf dem Platz umsetzen lässt, lässt der 34-Jährige noch offen. Sicher ist nur: „Wir werden nicht so auftreten, wie in Flensburg zuletzt.“ Personell und taktisch werde es Veränderungen geben.

Verändert hat sich am Donnerstag auch die Vertragssituation für Marco Elia – im positiven Sinne. Der 42-Jährige und sein Co-Trainer Cumhur Demir unterschrieben – wie bereits seit Wochen erwartet – ein neues Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2020. „Wir sind dankbar, dass der Verein uns die Chance gegeben hat, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen“, sagte Elia. Voraussetzung sei die familiäre Zustimmung gewesen. „Zum Glück hält meine Frau Bianca mir den Rücken frei.“

„Sie haben die Aufgabe in einer schwierigen Situation übernommen und uns mit ihrer Arbeit überzeugt. Beide sind sehr fleißig und bringen neben der notwendigen Kompetenz eine hohe Identifikation mit dem VfB und unseren Zielen mit“, sagte Andreas Boll, Sportlicher Leiter des VfB. Aus diesem Grunde seien die neuen Verträge eine „logische Konsequenz“ gewesen.

Anfang September hatte Elia Stephan Ehlers als VfB-Trainer abgelöst. Fortan gab es vier Siege, fünf Unentschieden und nur eine Niederlage für die Oldenburger. Gekrönt wurde die gute Entwicklung durch den mitreißenden 5:1-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen den Tabellenzweiten VfB Lübeck. Mit 25 Punkten steht der VfB inzwischen im gesicherten Mittelfeld der Regionalliga. Die ambitionierten Jeddeloher haben schon vier Zähler Rückstand. „Der SSV ist viel stärker, als es der Tabellenplatz aussagt“, gibt Elia zu bedenken. Er kenne Schnabel sehr gut und wisse, „dass er da richtig Feuer reinbringen wird. Da müssen wir uns drauf einstellen.“

Hitziges Hinspiel

An das hitzige Hinspiel (1:1) mit drei Platzverweisen verlieren beide Mannschaften aktuell keine Gedanken, zu viel hat sich seitdem verändert. Unter den neuen Vorzeichen – keiner der beiden Trainer aus dem Hinspiel vor mehr als 4000 Zuschauern am 1. August ist noch in seinem Amt – sieht Schnabel kaum Vergleichswerte. Es ist eben ein Derby mit deutlich veränderten Rollen, auf das sich die Zuschauer am Samstag in Jeddeloh freuen können.

Lars Puchler
Redakteur
Lokalsport Ammerland
Tel:
04488 9988 2610

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.