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NWZonline.de Sport Fußball Regionalliga VfB Oldenburg

Neuer VfB-Abwehrmann setzt auch offensiv Akzente

24.06.2019

Oldenburg Sein zweieinhalb Jahre älterer Bruder Yannick vermasselte dem VfB Oldenburg im denkwürdigen Regionalliga-Eröffnungsspiel der Spielzeit 2017/2018 im Trikot von Lübeck den Start in die damalige Saison (0:2 in gelben Leibchen), jetzt will Leon Deichmann es nach seinem Wechsel an die Hunte mit seinen neuen Kollegen deutlich besser machen – und das voraussichtlich gleich gegen seinen Ex-Club. Wie aus Verbandskreisen durchsickerte, beginnt das Fußballjahr für das Team des ebenfalls neuen Trainers Alexander Kiene am 28. Juli (Sonntag, 15 Uhr, Marschwegstadion) mit einem Heimspiel gegen die U 23 des FC St. Pauli.

„Als ich vom Lüneburger SK zum FC St. Pauli wechselte, war das erste Spiel gegen meinen alten Verein. Und jetzt geht es gleich gegen den FC St. Pauli II“, sagt der jüngere Deichmann-Bruder, der vom VfB im April als Verstärkung für die Abwehr vorgestellt worden war. Hier gab und gibt es angesichts der Abgänge von Okan Erdogan, Angelos Argyris und Ahmet Saglam, die sich die Aufgaben im Abwehrzentrum in der vergangenen Saison geteilt hatten, in diesem Sommer wohl den größten Umbruch.

Seine Lieblingsposition sei die Innenverteidigung, sagt Deichmann, der über den Nachwuchs des HSV 2017 nach Lüneburg und 2018 zur Reserve von St. Pauli gewechselt war. Er sei aber auch flexibel außen in der Abwehrkette einsetzbar. Am Freitag beim 5:0 im ersten Test bei Bezirksligist SV Wilhelmshaven spielte der 22-Jährige konzentriert, verlässlich und konsequent den rechten Part in einer Dreierkette mit Kapitän Kai Bastian Evers in der Zentrale und dem aus der U 19 des JFV Nordwest aufgerückten Fynn Luca Friedrichs auf der linken Seite.

„Meine Jungs haben mit viel Engagement die in der ersten Trainingswoche erarbeiteten Schwerpunkte auf den Platz gebracht“, sagte Kiene mit Blick auf die Leistung des gesamten Teams: „Und wie ich auch gefordert hatte, den Gegner von Beginn an massiv unter Druck gesetzt.“

Auch Deichmann zeigte nicht nur seine defensiven, sondern auch seine offensiven Stärken. Mitte der ersten Halbzeit gelang dem Abwehrmann das 2:0 (27. Minute). Davor und danach sorgte Pascal Steinwender mit drei Toren für Akzente (9., 40., 48.). Evers erzielte per Handelfmeter den Endstand (75.).

„Wir wollten nach möglichst schnellen Balleroberungen ins Tempo kommen, was uns auch vielfach gelungen ist“, meinte Kiene nach dem souveränen Auftritt vor 248 Zuschauern im Jadestadion. Natürlich sah der Fußball-Lehrer aber auch, dass nach erst einer Trainingswoche noch viel Luft nach oben ist. Mängel attestierte er seinem Team bei der Effizienz im Torabschluss: „Da müssen wir noch besser werden – aber wir sind ja auch erst am Anfang unserer Trainingseinheiten.“

Ein dickes Lob verteilte Kiene an den Gegner: „Der Bezirksligist hat stark gegengehalten und uns immer wieder gefordert. Aber schließlich hat der SV Wilhelmshaven ja auch Ambitionen, in die Landesliga aufzusteigen.“

Schon am Samstagmorgen ging das Training für das neue VfB-Team weiter. Gesucht wird noch ein weiterer Defensivzugang, der in der Abwehrkette innen wie links spielen kann. Im Training durfte sich schon Milad Faqiryar anbieten. Der 26-Jährige war nach seiner Jugendzeit bei VfB und VfL unter anderem für den BV Cloppenburg und zuletzt bei Oberliga-Aufsteiger Kickers Emden aktiv.

Am Dienstag (19 Uhr, Sportpark Osternburg) steht das nächste Testspiel gegen den SV Rödinghausen auf dem Programm. Im Duell mit dem Rivalen aus der Regionalliga West, der dort in der vergangenen Saison Tabellendritter wurde, kommt auf die neuformierte Defensive der Oldenburger natürlich mehr Arbeit zu. Das Spiel auf dem GVO-Gelände werden sicher einige Fans nutzen, um sich das Team anzuschauen.

Die große Fanbasis war für Deichmann ein Grund, warum er hierher gekommen ist. „Ich habe den VfB im Derby gegen den VfL beobachten können“, erzählt der 22-Jährige, „und war ganz begeistert vom riesigen Zuschauerzuspruch.“ Der Verein sei „ein schlafender Riese“, meint der Defensivspezialist, der im Oktober ein Fernstudium in Richtung Sportmanagement an der Hochschule Wismar aufnehmen will. Kurz zuvor kommt es vermutlich zum Bruder-Duell. Am 21. September geht’s wohl zu Yannicks Lübeckern – auch das ist schon durchgesickert.

Das macht der VfB

Aufstellung gegen Wilhelmshaven: Kisiel (46. Pöpken) - Deichmann, Evers, Friedrichs (46. Suffner) - Richter (46. Volkmer), Erdogan (46. Temin), Siala, Posipal (46. Bookjans), Ndure (46. Kifuta) - Lukowicz (46. Dähnenkamp), Steinwender (59. Herbst). Tore: 1:0 Steinwender (9.), 2:0 Deichmann (27.), 3:0, 4:0 Steinwender (40., 48.), 5:0 Evers (75., Handelfmeter).

Den nächsten Test bestreitet der VfB gegen West-Regionalligist SV Rödinghausen an diesem Dienstag (19 Uhr, Sportpark Osternburg).

Weitere Testspiele 30. Juni: bei Kreisligist SV Eintracht (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Hellmskamp). 3. Juli: gegen Bremen-Ligist FC Oberneuland (Mittwoch, 19.30 Uhr, Bad Zwi’ahn). 7. Juli: bei einem Blitzturnier gegen West-Regionalligist SC Verl (Sonntag, 16 Uhr, in Hiltrup). 12. Juli: bei West-Regionalligist VfB Homberg (Freitag, 19.30 Uhr). 13. Juli: bei einem Blitzturnier im Sportpark Osternburg ab 15.15 Uhr mit Gastgeber GVO (Bezirksliga), VfL Oldenburg (Oberliga) und Bremer SV (Bremen-Liga).

Das erste Pflichtspiel ist das Duell am 21. Juli (Sonntag, 15 Uhr, 53acht-Arena) in der Landespokal-Qualifikationsrunde bei Regionalliga-Rivale SSV Jeddeloh.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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