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NWZonline.de Sport Handball 1. Bundesliga, Frauen VfL Oldenburg

VfL-Frauen besiegen Dortmund – Tränen zum Abschied

12.05.2019

Oldenburg Für beide Teams ging es noch einmal um viel. Die Gäste aus Dortmund wollten mit einem Sieg unbedingt im Rennen um Platz fünf bleiben. Die Gastgeberinnen aus Oldenburg wiederum wollten sich im letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison 2018/19 mit einem Erfolgserlebnis von ihren Fans verabschieden. So entwickelte sich dann auch zwischen dem VfL und dem BVB das erwartete, packende Handballmatch – mit dem klar besseren Ende für das Heimteam. Die Mannschaft von Trainer Niels Bötel siegte gegen Borussia Dortmund hoch verdient mit 32:24 (15:12) und präsentierte sich nach den vielen Aufs und Abs in dieser Spielzeit noch einmal von ihrer Schokoladenseite.

„Ich freue mich für meine Mannschaft. Sie hat sich heute für ihren starken Auftritt belohnt“, kommentierte Bötel den Oldenburger Galaauftritt.

Die VfL-Frauen erwischten eine bärenstarke Anfangsphase und zogen bis zur 20. Minute auf vier Tore (10:6) davon. Torfrau Julia Renner wehrte gleich zwei Siebenmeter ab, und der neuformierte Mittelblock mit Isabelle Jongenelen und Marie Steffen hielt die Deckung erstaunlich souverän zusammen.

Auf der Gegenseite entfachten die Oldenburgerinnen mit ihrem Angriffsspiel richtig Druck, die Dortmunderinnen konnten sich oftmals nur mit einem Foul helfen. Vor allem Kristina Logvin narrte die BVB-Abwehr das eine um das andere Mal. Mit vier Treffern war die 23-jährige Rückraumspielerin maßgeblich an der verdienten Halbzeitführung (15:12) konzentriert agierender VfL-Frauen verantwortlich.

Der VfL-Express machte nach der Pause da weiter, wo er im ersten Durchgang vor 1452 Zuschauern aufhört hatte. Die hellwache Jenny Behrend fing mal gleich einen BVB-Gegenstoß ab, und die reaktionsschnelle Renner (10 Paraden) war im nächsten Moment bei einem Dortmunder Konter zur Stelle. Und ehe sich der BVB versah, führten die Gastgeberinnen wieder mit vier Toren (19:15/38.).

Beim VfL stimmte jetzt alles: die Körpersprache in der Deckung, die Kaltschnäuzigkeit in der Offensive. Dortmund, sichtlich demoralisiert, bekam keinen Zugriff, und Oldenburg baute den Vorsprung im Stile einer Klassemannschaft zügig auf sieben Treffer (28:21/52.) aus. Mit stehenden Ovationen feierten die VfL-Fans schließlich den grandios herausgespielten Heimsieg ihrer Mannschaft.

Tränen flossen dennoch am Samstagabend in der kleinen EWE-Arena. Traditionell wurden unmittelbar nach Spielschluss wieder die feststehenden Abgänge im Rahmen einer emotional aufgeladenen Zeremonie offiziell verabschiedet. Allen voran Spielführerin Kim Birke (31), die nach 14 Jahren ihre Karriere beendete.

Zudem trennen sich beim VfL auch die Wege von Nationalspielerin und Torjägerin Angie Geschke (33), Isabelle Jongenelen (27), Cara Hartstock (25) sowie Torfrau Annamaria Ferenczi(24).

Sie alle haben in den vergangenen Jahren viel zu den Erfolgen des viermaligen deutschen Pokalsiegers beigetragen. Einmal noch werden sie zusammen auftreten, wenn die Oldenburgerinnen am letzten Spieltag am kommenden Samstag (18 Uhr) die aktuelle Saison bei HSG Bensheim/Auerbach endgültig beschließen.

Und auch abseits des Spielfeldes hieß es Abschied nehmen. Mannschaftsarzt Leo Behler, der mit seiner Ehefrau Jutta seit der Saison 1992/93 für das gesundheitliche Wohl der VfL-Frauen verantwortlich zeichnete, wird sich zukünftig ins Privatleben zurückziehen. Der „Doc“ hatte während dieser bald drei Jahrzehnte alle Ab- und Aufstiege in Oldenburg mitgemacht, mit allen Trainern gearbeitet und viele Erfolge gefeiert.

„Leo und Jutta waren zu jeder Zeit immer bereit, dem Verein und der Mannschaft zu helfen. Wir werden beide sehr vermissen. Sie waren und bleiben ein Stück VfL“, meinte der Bundesliga-Geschäftsführer Peter Görgen. Und „Doc“ Behler versprach: „Als Zuschauer werde ich natürlich dabei bleiben.“

Otto-Ulrich Bals Autor
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