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NWZonline.de Sport Fußball Weitere Ligen Dritte Liga VfL Osnabrück

Hecking als HSV-Königstransfer

24.07.2019

Hamburg /Hannover /Osnabrück Dieter Hecking scheint kaum etwas aus der Ruhe zu bringen. Souverän und humorvoll tritt der neue Trainer des Hamburger SV auf. Nur auf dem Trainingsplatz wird der 54-Jährige durchaus auch einmal temperamentvoll, dann wieder führt er lange Gespräche mit einzelnen Spielern.

Seit fünf Wochen ist Hecking nun in Hamburg. Seine Aufgabe: Er soll den hanseatischen Traditionsverein mit der glänzenden Vergangenheit aus den Niederungen der 2. Fußball-Bundesliga wieder in einer bessere Zukunft führen. Hecking ist der Königstransfer des HSV, der Hoffnungsträger für die anstehende Saison – nicht nur für den Club-Verantwortlichen um Vorstandschef Bernd Hoffmann.

„Es gibt einen neuen Trainer und neue Zuversicht“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister und HSV-Fan Peter Tschenscher (SPD). Auch Vereins-Ikone Uwe Seeler ist von Hecking überzeugt: „Er ist erfahren und weiß, wie man mit Spielern umgehen muss. So einen braucht der HSV!“

Hecking ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Aber allein kann ich es nicht schaffen“, betont er zugleich. Dennoch: Seit der in diversen schwierigen Trainer-Jobs bewährte Routinier den gar nicht mehr großen HSV nach dem verpassten Wiederaufstieg übernommen hat, herrscht rund um den Volkspark mal wieder Zuversicht.

Er wirkt wie ein Gegenentwurf zu seinem gescheiterten und oft verunsichert wirkenden Vorgänger Hannes Wolf (38). Hecking strahlt natürliche Autorität aus. Gefällt ihm etwas nicht, scheut er auch keine klaren Ansagen – nicht nur intern.

Hecking ist klar, dass er in der an diesem Sonntag (13.30 Uhr) gegen Darmstadt 98 beginnenden Saison liefern muss. Er muss nach zahlreichen Zugängen und Abgängen ein aufstiegsfähiges Team formen. Dabei ist Hecking auch Realist. „Beim HSV lag die Erwartungshaltung zuletzt immer deutlich über dem, was realistisch war“, warnt er.

Einen Neustart will auch Bundesliga-Absteiger Hannover 96 mit seinem alten neuen Trainer Mirko Slomka schaffen. Im nicht enden wollenden Streit um die Zukunftsausrichtung ist der Traditionsverein in einen Negativstrudel geraten. Doch vor dem Auftaktspiel an diesem Freitag beim VfB Stuttgart (20.30 Uhr) keimt zarte Hoffnung auf. Und sie trägt den Namen Slomka. „Mit Romantik hatte das weniger zu tun, mehr mit Vertrauen“, sagte der 51-Jährige zur erneuten Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Martin Kind, dem streitbaren Boss der Profiabteilung: „Wir kennen und schätzen uns, jeder weiß, wie der andere tickt, das macht vieles einfacher.“

96 will natürlich sofort wieder hoch in die Bundesliga, die Konkurrenz mit dem VfB, dem HSV und dem 1. FC Nürnberg ist aber stark. „Es wird ein enges Rennen“, sagte Slomka.

Derweil hat sich der Aufsteiger VfL Osnabrück den Klassenerhalt in der 2. Liga felsenfest vorgenommen. Der erste Schritt soll am Sonntag (15.30 Uhr) beim Heimspiel gegen den FC Heidenheim gemacht werden. Nach acht Jahren in der dritten Liga „wollen wir die zweite Liga bereichern“, sagte Chef-Trainer Daniel Thioune dem „NDR“. Ein Liga-Hopping wie in den 2000er-Jahren soll sich nicht wiederholen. Ambitioniert kündigte der zum Drittliga-Trainer des Jahres gewählte Thioune an: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“

Leicht wird es allerdings nicht, schließlich entwickelt sich die 2. Liga immer mehr zu einer Zweiklassengesellschaft. Darauf deuten jedenfalls die Transferaktivitäten vor dem Saison-Start hin. Während 14 Clubs insgesamt etwa fünf Millionen Euro investierten, holten die vier Top-Favoriten Stuttgart, Hamburg, Hannover und der 1. FC Nürnberg für fast 30 Millionen Euro neue Spieler. Dabei profitierten vor allem der HSV und der VfB von hohen Einnahmen durch Spielerverkäufe.

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