Osnabrück - Die Fußballprofis Marc Heider (VfL Osnabrück), Tobias Willers (Viktoria Köln) und Addy Waku Menga (BSV Rehden) haben auch im Berufungsverfahren wegen des Verdachts der Spielmanipulation und versuchten Erpressung gute Karten. Der Vorsitzende Richter des Landgerichts Osnabrück empfahl am Montag, das Verfahren ohne Auflagen einzustellen. Vor dem Amtsgericht war das frühere Trio des Drittligisten VfL Osnabrück bereits freigesprochen worden.
Die Staatsanwaltschaft, die daraufhin in die Berufung gegangen war, ließ durchblicken, einer Einstellung ohne Auflagen nur im Fall Heiders und Mengas zustimmen zu wollen. In Willers sieht sie die treibende Kraft dafür, 2016/2017 Kontakt zu den Spielern von Werder Bremen II und Rot-Weiß Erfurt aufzunehmen, um Geld zu verlangen, damit sich die Osnabrücker im Spiel gegen den damaligen Bremer und Erfurter Konkurrenten SC Paderborn besonders anstrengen.
In einer ersten Reaktion lehnten Heider und Menga die Einstellung des Verfahrens ab. Sollte Willers im weiteren Verfahren freigesprochen werden, befürchten sie, schlechter dazustehen als ihr ehemaliger Teamkollege. Einigen sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft nicht auf eine Einstellung, soll am nächsten Dienstag weiterverhandelt werden.
