Rechterfeld - „Tierbefreiungs-Aktivisten“, wie sie sich selber nennen, haben nach eigenen Angaben am Sonntag den geplanten Bauplatz des in Rechterfeld ansässigen PHW-Konzerns Wiesenhof für einige Stunden symbolisch besetzt. PHW plane mit dem Neubau, die Kapazität der bisher existierenden Schlachtfabrik zu verdoppeln, heißt es in einer Mitteilung.

Im derzeit operierenden Betrieb fänden täglich 120 000 Hühner den Tod, nachdem sie in den Mastanlagen innerhalb von vier Wochen auf ihr Schlachtgewicht gemästet worden seien. Jutta Zimmermann, eine Sprecherin der Aktivisten, dazu: „In der Schlachtfabrik werden tausende fühlende Individuen im Sekundentakt gewaltsam umgebracht. Den Plänen von Wiesenhof zufolge soll sie für 250 000 Hühner pro Tag ausgebaut werden. Unsere Besetzung soll ein Zeichen setzen, dass wir bereit sind, den Ausbau der Schlachtfabrik zu verhindern. Das Schlachten muss endlich aufhören.“

Wiesenhof will die Schlachtfabrik seit Jahren erweitern. Das Genehmigungsverfahren verzögerte den Baubeginn bisher jedoch erheblich.