Visbek - Das Wild stand im Mittelpunkt des Oldenburger-Münsterland-Wildbanketts zur Eröffnung der regionalen Wildwoche im ausverkauften Gasthaus Hogeback in Visbek. Unter dem Motto „Wild erleben, Wild zubereiten, Wild genießen“ veranstalten die Kreisjägerschaften und Dehoga-Kreisverbände Cloppenburg und Vechta sowie der Verbund Oldenburger Münsterland noch bis zum 2. November 70 Programmpunkte von Schnupperangeboten rund um die Jagd und Hubertusmessen über Kochkurse, Jagdausstellung und Kindermalwettbewerb bis hin zu Wildbuffets oder Wildmenüs in Restaurants.
Festredner Martin Meyer-Lührmann, Bezirksvorsitzender der Jägerschaft Osnabrück-Emsland und Vorstand der Landesjägerschaft Niedersachsen, lobte den Ansatz der Wildwoche, „Einheimischen und Auswärtigen die Tradition des Jagdwesens und der Wildküche im Oldenburger Münsterland näher zu bringen“. In seinem Vortrag präsentierte er einen Querschnitt jagdlicher Themen. Politische Entscheidungen seien „häufig weniger von Fachkenntnis als von Ideologie geprägt und erschwerten die Arbeit der Jäger unnötig“. Dabei sei die Bejagung des Raubwildes für den Erhalt bedrohter Arten ebenso wichtig wie die Begrenzung ausufernder Bestände.
Der Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland, Landrat Herbert Winkel, hatte die rund 200 geladenen Gäste begrüßt, und der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Vechta, Heinrich Voet, betonte, dass der „Schutz unserer Natur als Grundlage allen Lebens deren Nutzung nicht ausschließt“: „Jagdausübung findet stets unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Nutzung statt und stellt daher keinen Konflikt zur Arterhaltung dar.“ Vechtas Dehoga-Vorsitzender Ulrich Steinkamp würdigte Wildspezialitäten als „wichtiges Thema unserer regionalen Küche“.
