Visbek - Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela ist der wohl bekanntest Pilgerweg der Welt. Der Vechtaer Dominikaner Pater Sebastian Hackmann und Jens Langfermann aus Norddöllen sind dem Ruf des Pilgerns gefolgt. Beim jüngsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ berichteten sie über die Geschichte des Jakobsweges sowie über ihre persönlichen Eindrücke.

Während der Ordensmann bereits auf sieben Pilgertouren aus religiösen Motiven kommt und „von einer Meditation des Lebens – man hört unterwegs irgendwann auf zu denken“ spricht, ist das Pilgern Langfermanns von extremerer Natur . Er hat 2014 in 16 Tagen 800 Kilometer auf dem Weg zurückgelegt, im Lauftempo, und für den Verein „Hilfe für Malawi“. „Das war der härteste Lauf in meinem Leben“, blickte der 28-Jährige zurück – Wiederholung ausgeschlossen.

Mochten die Formen des Pilgerns auch unterschiedlich sein, so zeigten der Dominikaner und Langfermann auch viele Gemeinsamkeiten auf. Bezeichnend seien die Landschaft, die Pilgeratmosphäre mit einzigartigen Momenten und der Kontakt zu anderen Menschen. Und der Ordensmann fügt augenzwinkernd hinzu: „Ein gutes Essen, ein Glas Rotwein und ein Gottesdienst gehören natürlich auch zum Pilgern.“