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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Visbek

Grabungen: Keramik überrascht Archäologen

27.08.2015

Visbek Seit dem 10. August gräbt das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) mit Hilfe von deutschen und niederländischen Freiwilligen erneut in Visbek-Stüvenmühle. Die 2010 zur Hälfte ausgegrabene Sandgrube ist inzwischen wieder aufgelassen. Michael Wesemann, vor Ort leitende Kraft des NLD, und vier Freiwillige aus Amsterdam und Enschede sowie zwei Hobbyarchäologen aus der Umgebung, konnten nun die zweite Hälfte des Kellers eines Grubenhauses aus dem 12. Jahrhundert erforschen.

2005 begannen bereits die Grabungen in Visbek-Stüvenmühle an den alten Siedlungen. Nach der Auswertung der Befunde 2007 und 2009 war relativ schnell klar, dass die Wohnviertel seinerzeit nach einer klaren Struktur gebaut wurden. Vom 9. bis 12. Jahrhundert hat sich die Siedlung der Visbeker von Süden nach Norden bewegt. Lang- und Grubenhäuser mit Pfostenstatik sowie Speicher und Zäune kennzeichneten die Wohngebiete bis hin zur momentan aufgelassenen Grabstätte. 2010 kamen die Forschungen aufgrund mangelnder finanzieller Mittel zum Stillstand. Nach fünf Jahren des Wartens ermöglichten der Landkreis Vechta, der Verein Archae und die Freiwilligen der niederländischen Organisation AWN (Vereniging van vrijwilligers in de archeologie) die Ergebnisse zu vervollständigen. Michael Wesemann konnte nun bestätigen, dass die 150 Quadratmeter große Fläche des Kellers zum Bau eines Grubenhauses gehörte. „Der halbe Keller hat mich immer geärgert. Mit der zweiten Hälfte des Gebäudes stehen wir wieder mit beiden Beinen auf dem Boden und haben unser seelisches Gleichgewicht wiedergefunden“, erklärte der Leiter der Forschungen. „Zu unserem Glück hat sich die Fortsetzung der Grabungen als erfolgreich erwiesen. Wir haben hier einen richtigen ,Hotspot’ der Baugeschichte.“

Das Besondere an diesem Keller ist, dass er als einziger mit einer Steinfläche gebaut wurde und nach den Vorläufern von zwei Grubenhäusern erstmals Keller eines Fachwerkhauses war. Die circa vier mal fünf Meter große Innenfläche, gefüllt mit Brandschutt, wies auffällige Eisenfunde und importierte Keramik aus dem Rheinland auf. Dies deutet nach Einschätzungen Wesemanns möglicherweise auf eine besondere Funktion des Hauses im Dorf hin.

Die wöchentlich wechselnden freiwilligen Hobbyarchäologen sowie Wesemann sind noch bis zum 2. September aktiv, um die letzten Details der zweiten Kellerhälfte zu dokumentieren.

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