MüNSTER/VISBEK - Die Bischofsweihe spendet Felix Genn, Oberhirte der Diözese Münster, am Sonnabend, 9. Mai, dem aus Visbek stammenden Franziskanerpater Johannes Bahlmann. Die Liturgie im St.-Paulus-Dom zu Münster, an der auch der Vechtaer Offizial und Weihbischof Heinrich Timmerevers teilnimmt, beginnt um 15 Uhr. Am Sonntag, 10. Mai, feiert Bahlmann ab 10 Uhr seine „Bischofsprimiz“ in seiner Heimatpfarrkirche St. Vitus (Visbek). Papst Benedikt XVI. hatte den 48-jährigen Ordensgeistlichen Ende Januar zum Bischof der Apostolischen Prälatur (Bistum im Aufbau) Obidos (Brasilien) berufen (die NWZ berichtete).

Der ausgebildete Landwirt und studierte Agraringenieur Bahlmann lebt seit 1983 in Brasilien. 1984 trat er als Postulant den Franziskanern bei, für die er sich in Sozialprojekten engagiert. Nach dem Studium der Philosophie und der Theologie an der Ordenshochschule empfing er 1997 von Bischof Dr. Reinhard Lettmann in Münster die Priesterweihe. In den vergangenen Jahren wirkte der Geistliche unter anderem als Guardian mehrerer Klöster und koordinierte Projekte für Obdachlose, zur Familienförderung und gegen Lepra.