Visbek - Lang war die Liste, die Visbeks stellvertretender Bürgermeister Antonius Mönnig und Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe mit den Leitern der Schulen und Kindergärten in der Gemeinde zu besprechen hatte. Schließlich sollten die Plattdeutsch-Aktivitäten erörtert werden. Mit im Gepäck hatten die Gemeindevertreter den Plattdeutsch-Kalender der Lohner Autorin Hildegard Tölke.
„Es bewegt sich in puncto Plattdeutsch allerhand in der Gemeinde“, fasste Erwin Stubbe die Gesprächsergebnisse zusammen. Allerdings sei die Zahl der Erzieherinnen und der Lehrer, die nicht nur Plattdeutsch verstehen, sondern auch sprechen, geringer geworden. Unabhängig davon würden dennoch regelmäßig plattdeutsche Akzente in der Kinderbetreuung und im Schulunterricht gesetzt. „Häufig reicht auch ein tägliches ‚Aufwärmen‘ auf Platt, um Kinder für die Sprache zu begeistern“, so Erwin Stubbe.
Antonius Mönnig zeigt sich erfreut, dass die Angebote der Gemeinde Visbek und des Plattdeutsch-Beauftragten aufgegriffen werden. So werde beispielsweise im Religionsunterricht eine plattdeutsche Bibel eingesetzt. Auch am Europäischen Sprachentag (26. September) – in der Region überwiegend als Plattdeutscher Sprachentag genutzt – würden sich mehrere Schulen und Kindergärten wieder beteiligen.
Zuvor findet jedoch der Plattdeutsche Lesewettbewerb der Oldenburgischen Landschaft in den Schulen im ehemaligen Land Oldenburg statt. Erwin Stubbe und Antonius Mönnig warben dafür, sich am Lesewettbewerb zu beteiligen. „Gern bin ich auch bereit, in der Jury einer Schule mitzuwirken“, sichert der Plattdeutsch-Beauftragte eine Unterstützung zu. Die Schulsieger müssen bis zum 20. März ermittelt sein.
