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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Visbek

Radfahrt mit 2,4 Promille kostet 600 Euro

10.05.2017

Visbek /Oldenburg Weil er bei einem Blutalkoholwert von 2,4 Promille mit dem Fahrrad nach Visbek gefahren sein soll, hat das Oldenburger Landgericht am Dienstag einen 27-Jährigen wegen Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt. Damit bestätigte die Berufungskammer unter Vorsitz von Richter Alexander Wiebe weitgehend ein früheres Urteil des Vechtaer Amtsgerichts.

Der Angeklagte war in der Tatnacht gestürzt und soll selbst einen Rettungswagen gerufen haben. Den Malteser-Rettungssanitätern gegenüber soll er erklärt haben, dass er Fahrrad gefahren und dann gestürzt sei. Das sollen die Sanitäter der Polizei gegenüber ausgesagt haben.

Die Polizei war vom Krankenhaus aus über den Zwischenfall informiert worden. Die Beamten fragten den 27-Jährigen bei der Unfallaufnahme, was denn geschehen sei. Daraufhin soll der Angeklagte erneut erklärt haben, dass er Fahrrad gefahren und dann gestürzt sei.

Auch nach Belehrung durch die Polizei über eine mögliche Straftat soll der 27-Jährige weiter bei seiner Einlassung geblieben sein. Das bestätigten die beiden Beamten, die mit dem Fall beschäftigt waren, vor Gericht.

Eine derartige Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad kann auch Auswirkungen auf den Führerschein haben. So oder so: Das erste Urteil sollte ungeschehen gemacht werden. Deswegen hatte der Angeklagte in Oldenburg Berufung gegen das Vechtaer Urteil eingelegt.

Die Verteidigung war der Ansicht, dass es sich bei der Vernehmung des Angeklagten aufgrund seiner Alkoholisierung um eine unzulässige Vernehmung handeln würde. Dabei Gesagtes dürfe nicht verwertet werden.

Darüber hinaus beteuerte der 27-Jährige, damals nicht mit dem Fahrrad gefahren zu sein. Vielmehr habe er es geschoben. Zu Fall gekommen sei er dann beim Schieben des Rades. Die Berufungskammer glaubte dem 27-Jährigen das aber alles nicht. Es sei lebensnah, dass man fahre, unterstrich Richter Wiebe. Und für eine unzulässige Vernehmung habe der Blutalkoholwert des Angeklagten noch nicht ausgereicht.

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