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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Visbek

Ehefrau tödlich misshandelt: Zwölfeinhalb Jahre Haft

14.12.2017

Visbek /Oldenburg Rechtskräftig geworden ist das Urteil der Oldenburger Schwurgerichtskammer gegen den rumänischen Erntehelfer aus Visbek, der am 21. Juni 2016 seine Lebensgefährtin so schwer misshandelt hatte, dass die Frau daran verstarb. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil verworfen.

Wie berichtet, hatte die Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann den 39-jährigen Angeklagten im Januar dieses Jahres wegen Totschlags zu zwölfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Tat, die dem Verfahren zugrunde lag, war an Grausamkeit und Brutalität kaum zu überbieten gewesen. Die Misshandlungen hatten sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Der Körper der Frau war übersät mit Hämatomen, ihre Arme gebrochen.

Am Tattag dann schlug der Angeklagte wuchtig gegen den Hals der Frau und rammte ihr fünfmal ein Messer in den Bauch. Eine Notoperation hatte der Frau zunächst das Leben gerettet. Doch dann war sie plötzlich tot. Keiner konnte sich das erklären, zumal sich die geschundene Frau nach der Notoperation gut erholt hatte. Das Ergebnis der Obduktion brachte dann die Antwort: Die Frau war nicht an den Messerstichen gestorben, sondern an einem Blutgerinnsel (ähnlich Thrombose). Das Gerinnsel hatte sich durch die früheren Misshandlungen gebildet und sich aufgrund der Gewalteinwirkung am Tattag gelöst. Es kam zu einem sofortigen Infarkt. Das war die Todesursache. Im Prozess hatte die Verteidigung einen kausalen Zusammenhang zwischen Tod und Gewalt nicht erkennen wollen, wohl aber das Gericht. Die obersten Richter des BGH teilten nun diese Überzeugung. Deswegen wurde die Revision des Angeklagten auch verworfen.

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