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Insgesamt 11 Tote in Hanau –  Mutmaßlicher Täter tot
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Visbek

Anforderungen an Hilfesystem steigen

18.11.2019

Visbek Die Anforderungen an das Suchthilfesystem nehmen kontinuierlich zu. In der Suchtfachklinik St. Vitus in Visbek trafen sich jetzt Experten aus dem norddeutschen Raum, um über innovative Entwicklungen und Perspektiven zu sprechen.

Hartmut Heinen, Erster Kreisrat des Kreises Vechta, betonte in seiner Begrüßung, bei Suchterkrankungen sei es wichtig, nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige in den Blick zu nehmen. Gerade bei den neuen Süchten rund um Internet und Spiele seien es oft die Eltern, die mit ihren Kindern in die Beratungsstellen kämen. Heinen hob die erfolgreiche Kooperation des Landkreises mit den Suchtfachkliniken St. Marienstift und St. Vitus hervor.

Bärbel Lörcher-Straßburg, Landesdrogenbeauftragte Niedersachsen, sagte, Suchtkranke benötigten niedrigschwellige Anlaufstellen und eine Nahtlosversorgung. Eine anfangs wohnortnahe anonyme Beratung sei wichtig, denn die Stigmatisierung sei noch immer hoch. Auch sei es erforderlich, sich sehr spezifisch und individuell mit Suchtkranken zu befassen. In diesem Zusammenhang lobte die Landesdrogenbeauftragte die Angebote und die genderspezifische Ausrichtung der Suchtfachkliniken St. Marienstift und St. Vitus. Auch die besondere Behandlung traumatisierter Frauen sei hier zu nennen.

Die Landesdrogenbeauftragte ergänzte, das Land Niedersachsen habe ein Projekt an Suchtberatungsstellen zum Thema „exzessiver Medienkonsum“ finanziert und einen Beratungsleitfaden erarbeitet. Damit wird qualifizierte Mediensuchtberatung für Betroffene, Kinder und Jugendliche sowie Angehörige unterstützt. Gerade Eltern hätten großen Wissensbedarf.

Dr. Thomas W. Heinz, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Suchtfachkliniken St. Marienstift und St. Vitus, hatte für die erfolgreiche Arbeit der Einrichtungen ein Beispiel parat. Er stellte eine 28-jährige Patientin vor, der nach einer langen Odyssee aufgrund einer falschen Diagnose in St. Vitus geholfen werden konnte und die nun ins Leben zurückgefunden hat. Das drückt sie durch ihre leidenschaftliche Malerei aus. Bilder von ihr sind erstmals jetzt in der Visbeker Klinik zu sehen. „Wir haben uns im Landkreis Vechta und im Oldenburger Münsterland eng vernetzt und nehmen unsere Verpflichtungen in den Landkreisen umfassend war“, berichtete Heinz, und Lörcher-Straßburg unterstrich dies.

Conrad Tönsing, Geschäftsführer der Caritas-Reha und Teilhabe GmbH, erläuterte, dass mit dem norddeutschen Suchttag die ambulante und stationäre Arbeit in Niedersachsen mehr zusammengebracht werden sollten. Als Beispiel nannte er die Nahtlosversorgung, die sich sehr gut entwickelt habe. Wichtig sei es, Betroffenen den Zugang zur Suchthilfe so leicht wie möglich zu machen. Ein Problem sei, dass die Finanzierung durch die öffentliche Hand vielfach wackele. Daher müsse überall deutlich gemacht werden, dass die Suchthilfearbeit als Querschnittsaufgabe eine wichtige Funktion habe, da so familiäre Verelendung, Arbeitslosigkeit und prekäre Lebensverhältnisse verhindert würden.

In weiteren Beiträgen ging es um Multiprofessionalität in Beratung und Therapie (Frank Schulte-Derne, LWL Koordinationsstelle Sucht, Münster), Kooperation und Zusammenarbeit beim Nahtlosverfahren aus Sicht eines Leistungsträgers (Sarah Broich, DRV Oldenburg-Bremen) und Eingliederungshilfe – Teilhabe für Menschen mit Suchterkrankung (Madlen Seelhoff, Landes-Caritasverband für Oldenburg). Die Referenten stiegen anschließend in eine von Melanie Philip (Geschäftsführerin Pflegepioniere GmbH) geleitetet Podiumsdiskussion ein.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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