Timmendorfer Strand - Erst die bitteren Tränen, dann die Erleichterung: Nachdem sie das Halbfinale bei den deutschen Meisterschaften verpasst hatten und sich mit Platz fünf begnügen mussten, waren die Beachvolleyball-Weltmeisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst zunächst noch tief enttäuscht. Doch dann überwog zum Saisonende am Timmendorfer Strand die Freude über ein außergewöhnliches Jahr.

„Wir sind einfach nur leer, das war ein sehr langes Jahr“, meinte Walkenhorst: „Ich bin froh, dass es vorbei ist.“ Gleichzeitig zog sie eine positive Bilanz der außerordentlichen Spielzeit für die Olympiasiegerinnen: „Es war die schwerste Saison. Dass es so geil gelaufen ist, ist einfach nur schön“, sagte die 26-Jährige.

„Der Körper ist nach EM, WM und World Tour Finale sicher nicht mehr der Frischeste gewesen. Es war einfach nicht mehr drin“, sagte Ludwig (31) nach dem ungewohnten fünften Platz am Timmendorfer Strand. Erstmals in der erfolgreichen Saison flossen beim Hamburger Duo Tränen – nicht aus Freude. „Das war ein sensationelles Jahr. Aber die Saison war ex-trem schwer, weil es keine Erholungsphasen gab“, meinte Trainer Jürgen Wagner.

Auch Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) machten den Termin-Marathon mit, sie standen beim Titelkampf an der Ostsee erstmals gemeinsam ganz oben auf dem Treppchen. „Die letzten Wochen waren anstrengend“, meinte Laboureur.

Bei den Männern sicherten sich am Sonntag die Düsseldorfer Tim Holler und Clemens Wickler den Titel. Der in Hundsmühlen (Kreis Oldenburg) aufgewachsene Markus Böckermann landete mit seinem erst 17-jährigen Partner Lukas Pfretzschner auf Platz fünf. „Ich habe während der DM unheimlich viel gelernt – der Umgang mit einem jungen Spieler war sehr interessant und hat mir persönlich enorm viel gebracht“, sagte der 31-jährige Böckermann, der am Timmendorfer Strand auf seinen etatmäßigen Partner Lars Flüggen (verletzt) verzichten musste.