WUPPERTAL - Beim Volleyball-Bundesligisten Wuppertal Titans ist kein Spieler von den Teamkollegen aussortiert worden. Statt der ungewöhnlichen Forderung der Clubführung zu folgen, einen Akteur aus ihrer Mitte zum Verlassen des Vereins auszuwählen, erklärte sich die auf Tabellenplatz elf abgerutschte Mannschaft solidarisch. In einem Gespräch mit der Vereinsspitze hatten alle Spieler klar gemacht: Entweder bleiben alle oder keiner.

„Wir wären jeden Weg mitgegangen“, erklärte Manager Thorsten Westhoff. Diese ausgefallene Aktion war schon vor der jüngsten 0:3-Heimpleite gegen Rottenburg vereinbart worden.

Jeder habe Kritik einstecken müssen, doch kein Spieler sei mehrheitlich und damit eindeutig durch die Mitspieler für die Störungen der Teamleistung verantwortlich gemacht worden. Mit der Demonstration des neuen Wir-Gefühls könne man nun in die Zukunft gehen. Zufrieden war auch Chefcoach Jens Larsen mit der Lösung: „Thorsten Westhoff und ich waren uns einig, dass etwas passieren musste“, sagte er zu dem psychologischen Trick.