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NWZonline.de Region

Von der Jade zurück nach Okinawa in Japan

07.06.2014

Wilhelmshaven Fachchinesisch liegt dem japanischen Meeresforscher Dr. Makoto Kitamura fern. Ihm reichen stattdessen wenige Striche auf dem Papier, um einem Laien sein Spezialgebiet zu vermitteln: Aus den Fingern einer Koralle steigen während der Blüte Eizellen und Samen auf, finden einander und produzieren neue Korallen. Die begeben sich auf Reisen, bevor sie eine Stelle aussuchen, um einen neuen Korallenstock zu begründen.

Die dafür entscheidende Kommunikation zwischen Koralle und Ort – auf Basis chemischer Botenstoffe – untersucht Kitamura als einer von weniger als einer Handvoll Experten weltweit.

Knapp zwei Jahre hat der Chemiker dazu in einem post-doc-Programm in Wilhelmshaven verbracht, zunächst in Laboren von Biosphere im Innovationszentrum an der Emsstraße, dann im Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM-Terramare) an der Schleusenstraße.

Der Kontakt kam über Prof. Dr. Peter Schupp, Arbeitsgruppenleiter am ICBM, zustande, der zuvor 2008 bis 2010 Direktor des Marine Laboratoriums der Universität Guam war und mit Makoto Kitamura zusammentraf.

Die Familie Kitamura, in Yokohama beheimatet, kam fünfköpfig in Wilhelmshaven an: Mit dabei Ehefrau Megumi, Tierärztin, und die drei Kinder Haruki, Keita und Taichi, damals sechs Monate, zwei und vier Jahre alt.

Als Forscher genügt Dr. Kitamura Englisch – der Familiennachwuchs lernte dagegen spielend im Christus-Kindergarten die deutsche Sprache. In ihrer Landessprache können sich alle dagegen mit der Wilhelmshavenerin Anke Rottmann verständigen, die über einen Japan-Business-Workshop auf die Familie aufmerksam wurde. Für Anke Rottmann, Japan-Business-Coach mit 20-jähriger Japan-Erfahrung, wurde die Begegnung zum „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“.

Am Mittwoch kommende Woche fliegt die Familie zurück nach Japan. Dr. Kitamura übernimmt eine Stelle an einem Institut für analytische Chemie in Okinawa. Seine Frau Megumi, in Wilhelmshaven als Japanischlehrerin tätig, wird „deutsches Brot und Käse“ vermissen – der sechsjährige Taichi dagegen seine Freunde – er wäre gerne in der Schule Rheinstraße eingeschult worden.

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