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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

Familienrenntag: Hauch von Ascot hinterm Deich

12.08.2013

Hooksiel Eleganz, Dynamik, Spannung – all das hat der Familienrenntag am Sonntag auf der Hooksieler Jaderennbahn geboten. Er war eine gelungene Mischung aus hochkarätigem Pferdesport mit elegantem Flair und Volksfest, dazu gab es strahlenden Sonnenschein und mehr als 5000 begeisterte Zuschauer.

Pferdesport und große Rennen gab es im Jeverland, eine der Hochburgen der Züchter des Oldenburger Pferdes, bis in die 1960er Jahre. Der Jeverländer Rennverein hielt seine Rennen auf der Wiese beim Köhlerschen Grashaus ab. Renntage gab es auch in Sillenstede, Friedeburg und Esens, die alle an Bedeutung verloren.

Lokalmatador der damaligen Zeit war Fritz Ortgies aus Bassens, der mit seinem roten Overall auf dem Sulky als „Roter Teufel“ bekannt war und sich mit Hans de Wall aus Esens, Frerich Eilts aus Funnix und Hermann Troff aus dem Rheiderland harte Wettkämpfe lieferte.

Außer in Hooksiel gibt es heute keine vergleichbare Pferdesportveranstaltung mehr. Das Pferdesportgelände für diese einmalige Naturrennbahn entstand aus der Eindeichung zur Landgewinnung für die Industrieansiedlung, die 1974 beendet wurde.

Bei dem Renntrubel auf der Jaderennbahn gab es wie immer keinen Dresscode; ob schick zurechtgemacht oder einfach ganz leger und entspannt – erlaubt ist in Hooksiel, was gefällt. Und dazu gehörten auch die Rennsportbegeisterten, die die Atmosphäre der großen Rennplätze Baden-Baden, Frankfurt oder gar Ascot verbreiteten und sich in ausgefallener Mode zeigten.

Die Politprominenz in der VIP-Loge führte Wirtschaftsminister Olaf Lies als Schirmherr an, auch die Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer (SPD) und Hans-Werner Kammer (CDU) waren da.

Auch Mut zum Hut zeigten viele Besucher – nicht als Pflicht, sondern als Kür. Für viel Aufsehen sorgte die Damenwelt, die sich mit ausgefallenen und gewagten Hutkreationen schmückte. Während sich ein Teil der Besucher eher traditionell behütet zeigte, hieß es für andere „auffallen für den Preis“, denn die schönsten oder ausgefallensten Hüte wurden prämiiert. Franziska Wachtmann aus Visselhövede hatte mit ihrer Eigenkreation die Jury aus Ariane Mathey und Tina Müller überzeugt und holte den ersten Preis.

Zehnmal hieß es Bahn frei für die Traber und Galopper zum Saisonfinale. Der auf der Hooksieler Rennbahn bekannte Gelsenkirchener Detlef Orth moderierte charmant und fachkompetent das Programm, unterstützt von Immo Müller. Rennvereins-Präsident Günther Lührings Stimme fehlte in der Moderation. Er hatte dazu keine Zeit, denn er stieg dreimal auf den Sulky.

Mit dem Ponyrennen startete pünktlich der Familienrenntag, denn es galt, einen straffen Zeitplan mit 14 Programmpunkten einzuhalten – das letzte Rennen startete dennoch erst gegen 19 Uhr. Und es endete im Regen: Die Fahrer und ihre Pferde bekamen zum Ende der Rennsaison doch noch einen Schauer ab.

Der Siegeszug der Holländer van der Gallien wurde im 3. Rennen von Detlef Hilgen unterbrochen, doch blieben sie an diesem Tag die erfolgreichsten Trabrennfahrer. „In Hooksiel entscheidet nicht das Glück, es gewinnen die besten Pferde“, so skizzierten die „Fachsimpler“ das Renngeschehen.

Dass Sprecherin Tina Müller noch am Ende des Tages zufrieden Bilanz mit der diesjährigen Rennsaison zog, hatte gleich mehrere Gründe: Die Zuschauerzahl stimmte, die Stimmung war gut, die Zahl der Nennungen hat sich weiter gefestigt und verspricht auch für die nächste Saison wieder interessanten Pferderennsport. Die Finanzen des Vereins sind gestärkt, weil kein Dauerregen die Veranstaltungseinnahmen kürzte, und weil Kassenwart Timo Zippermayr die Tageseinnahmen gut bewachte.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-friesland 
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