HOHENKIRCHEN - Rund zwei Millionen Euro kostet der Bau der Brücke über den künftigen Hohenkirchener See. Noch gibt es keine Zusagen für Zuschüsse.

Von Klaus Homola

HOHENKIRCHEN - Zu der geplanten Promenadenbrücke über den Freizeitsee in Hohenkirchen gibt es keine Alternative: „Für eine ausreichende Wasserqualität im See muss ein Austausch zwischen beiden Wasserflächen möglich sein“, warb Erster Gemeinderat Manfred Meppen erneut im Fremdenverkehrsausschuss der Gemeinde Wangerland für das Projekt, das manchen Ratsmitgliedern sehr teuer vorkommt. „Sie stellt mit sieben Metern Höhe und einem herrlichen Blick eine touristische Attraktion dar und Segelboote können unter ihr hindurchfahren“, so Meppen.

Bereits vor einem Jahr hat die Gemeindeverwaltung beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Friesland Zuschussanträge gestellt, berichtete Meppen. Die Kosten bezifferte er auf rund 2,036 Millionen Euro. Gemeinde und Wangerland Touristik hoffen auf Zuschüsse vom Land Niedersachsen in Höhe von 50 Prozent bzw. einer Million Euro und vom Landkreis in Höhe von rund 26 Prozent. Die verbleibenden 493 000 Euro müssten Gemeinde und die WTG aufbringen.

Die Brücke wird 350 Meter lang und 3,20 Mete breit sein. Die Pfeiler sollen aus Stahlbeton errichtet, der Brückenaufbau aus Holz gefertigt werden. Auf der Trasse der jetzigen Helmsteder Straße verbindet sie das Nordufer des künftigen Sees und die Hotel-Insel mit der Ortsmitte.

Hugo Pannbacker (FDP) schlug vor, ganz auf die Helmsteder Straße zu verzichten und Ellmer Cramer (UWW) konnte sich sogar eine Klappbrücke vorstellen. Als „kleine Spinnerei“, wie er sagte, wollte er eine Fähre zwischen der Insel und dem Ort Hohenkirchen einrichten.

Meppen schlug vor, erst einmal auf die Zusage zu den Zuschussanträgen zu warten. Falls sich die Zahlen änderten, könne neu geplant werden.

Eine Brücke und die Leute mitten auf dem Wasser, das sei eine Attraktion, meinte Klaus-Peter Koch (CDU). Kurdirektor Reinhard Thomssen schlug aus Kostengründen vor, die Brücke in Trockenbauweise zu erstellen und dann erst die Helmsteder Straße wegzubaggern.

Zum Stand der Seeherstellung stellte Meppen fest, dass die Baggerarbeiten weitgehend abgeschlossen und der Uferbereich zur Kaserne hergestellt sei. Ein Abschnitt von 200 Metern Länge an der Helmsteder Straße werde für alle frei zugänglich sein.