Hohenkirchen - Es geht voran in Sachen Hausboote in der südlichen Bucht des Wangermeeres. Das geplante „Ferienwohnen auf dem Wasser“ war am Dienstagabend erneut Thema im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung. Geplant ist am süd-östlichen Ausleger des Wangermeeres in der Nähe der Mozartstraße eine Steganlage mit maximal zwölf Hausbooten zur Vermietung als Ferienwohnungen. Die Hausboote sollen zwar im Wasser schwimmen, aber fest verankert sein. Mit der Planung ist das Planungsbüro Thalen Consult aus Neuenburg beauftragt.
Zuletzt hatte es eine frühzeitige öffentliche Beteiligung gegeben, dabei waren mehrere Hinweise, Anregungen und Bedenken eingegangen. Nach einigen kleinen Änderungen im Planentwurf stimmten die Ausschussmitglieder am Dienstagabend einstimmig für die zweite, vierwöchige öffentliche Auslegung. Die Zuwegung zu allen Hausbooten erfolgt über den Steg. Außerdem sind zwölf extra Parkplätze für Autos vorgesehen, die den Hausbooten zugeordnet sind. Diese zusätzlichen Parkplätze werden durch die Erweiterung des gemeindeeigenen Parkplatzes am Wangermeer-Süd geschaffen. Neben den zwölf Stellplätzen für die Gäste der Hausboote sollen dort auch noch weitere Parkplätze für Wohnmobile und Autos gebaut werden, erklärte Gitta Heitmann-Schmacker, allgemeine Stellvertreterin des Bürgermeisters.
Damit die Hausboote einheitlich gestaltet werden, wurden im Bebauungsplan die Dachform, die Farbe und das Material festgesetzt: begehbares Flachdach, grau, Kunststoff mit Holzelementen. Ausgeglichen werden soll das Bauvorhaben mit einer Fläche in Waddewarden.
Diskussionen zu diesem Projekt gab es im Ausschuss nicht. Holger Ulferts (SPD) fragte lediglich nach, ob die Boote zur Wartung oder zur Unterhaltung der Wasserfläche verholt werden können. Es sei zwar aufwändig aber möglich, die Hausboote von den Versorgungsleitungen zu trennen und somit auch die Wasserfläche bei Bedarf freizuräumen, antwortete Projektleiter Hans-Dieter Hoffmann aus Jever.
Die Vermarktung der Hausboote sei bereits angelaufen. „Der Bedarf ist da, die Nachfrage ist riesig“, erklärte Hoffmann. 80 Prozent der Käufer, die sich bislang bei ihm gemeldet haben, kämen aus dem Wangerland, die weiteren 20 Prozent von außerhalb. Bisher ist er zufrieden mit dem Projekt, auch wenn sich das Vorhaben durch die Corona-Pandemie um ein halbes Jahr verschoben hat, denn „eigentlich sollten Ende dieses Jahres schon die ersten Hausboote im Wangermeer liegen“, erklärte er. Nun rechnet er damit, dass mit dem Bau der Steganlage voraussichtlich im Frühjahr 2021 begonnen werden kann.
