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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

Oberschule Hohenkirchen: Sie machen Schüler und Lehrer fit fürs Homeschooling

16.11.2020

Hohenkirchen Distanzunterricht, besser bekannt als Homeschooling, hat Schüler, Lehrer und Eltern im ersten bundesweiten Lockdown mit geschlossenen Schulen im Frühjahr vor große und teils nur schlecht lösbare Probleme gestellt; und manch einer geriet dicht an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.

Wissenslücken sind noch lange nicht aufgearbeitet, da befindet sich Deutschland schon wieder im zweiten Lockdown – diesmal aber „light“ mit geöffneten Schulen. Allerdings ist der Distanzunterricht damit nicht vom Tisch. Denn sobald Quarantäne angeordnet wird, sitzen Schüler wieder zu Hause. Auch beim Wechsel in das Schichtsystem muss Lernen teils wieder in den eigenen vier Wänden stattfinden.

Die IT-Schülerfirma Doors

Die Dienstleistungen der IT-Schülerfirma „doors“ umfassen drei Kernangebote:
 Die drei Schüler bieten Lehrern Benutzer-Kurse für die schuleigenen Whiteboards an – „denn auch da ist der Bedarf noch hoch“, sagt Lehrer Carsten Grabbe.
 Sie machen alte ausrangierte Laptops wieder fit, statten sie mit der passenden Software aus und wollen sie künftig an Schüler verleihen, die keinen eigenen Computer zu Hause haben – auch mit Blick auf Homeschooling. Das Angebot soll auch einen Wartungs- und Reparaturservice umfassen.
 Außerdem erstellen sie Videotutorials, in denen sie die Anwendungsmöglichkeiten von IServ erklären. „Denn auch das ist noch nicht bei allen angekommen“, sagt Grabbe. Die Videos werden auf der Schul-Homepage eingebunden.

Lernen fiel schwer

Vielen Schülern fiel das Lernen im Kinderzimmer oder am Küchentisch schon im ersten Lockdown viel schwerer als im Klassenzimmer. Auch mit der viel beschworenen Digitalisierung ist es oft nicht weit her: „Wir haben festgestellt, dass sehr viele Schülerinnen und Schüler zu Hause keinen Laptop oder Computer zur Verfügung hatten, mit dem sie ihre Aufgaben hätten erledigen können“, sagt Lehrer Carsten Grabbe von der Oberschule Hohenkirchen.

Das habe teils dazu geführt, dass die Schüler ihre Arbeitsaufträge zwar über ihre Handys einsehen, aber nicht mit dem Handy online bearbeiten konnten. „Obwohl das die Software eigentlich zulässt“, sagt Grabbe. Stattdessen hätten sie Arbeitsblätter und Arbeitsanweisungen von Hand abgeschrieben, bearbeitet, alles für die Lehrer abfotografiert und dann wieder hochgeladen. „Ein Riesen-Aufwand für alle Seiten; Fotos der Arbeitsblätter waren teilweise auch noch unbrauchbar“, sagt Grabbe.

Laptops gesucht

Die Schülerfirma „doors“ der Oberschule Hohenkirchen ist auf der Suche nach alten funktionsfähigen Laptops, die sie für ihren Laptopverleih wieder fit machen können. Wer einen oder mehrere Laptops abzugeben hat, kann sich im Sekretariat der Oberschule unter Tel. 04463/80 89 00 melden. Wichtig ist, dass die Laptops vor Abgabe auf Werkseinstellung zurückgesetzt wurden und alle privaten oder geschäftlichen Dateien gelöscht worden sind.

Idee kam im Lockdown

Mitten im ersten Lockdown entstand dann die Idee für eine neue Schülerfirma an der Oberschule Hohenkirchen. Der 15-jährige Jannic, damals noch im neunten Jahrgang, sollte eine Bewerbung für eine der vier bestehenden Schülerfirmen – einen Catering-Service, der Schul-Kiosk, eine Holzwerkstatt und eine Kreativgruppe – schreiben. Das ist fester Bestandteil der Berufsvorbereitung an der Oberschule Hohenkirchen.

„Stattdessen fragte er per IServ, unser internes Online-Schulnetzwerk, ob es nicht möglich wäre, eine neue Schülerfirma im IT-Bereich zu gründen“, sagt Lehrerin Katrin Ebeling.

Gemeinsam mit Maximilian (15) und Tom (16) entstand die Firma „doors“, die nun von den drei Zehntklässlern vorangebracht wird. „Bei doors handelt es sich um ein Dienstleistungsunternehmen“, erklärt Jannic.

Kontingent begrenzt

Die Idee für den Laptop-Verleih hat die Schule auch schon mit dem Landkreis Friesland besprochen, denn der Kreis als Schulträger verleiht ebenfalls Laptops an die Schulen. „Allerdings ist das Kontingent begrenzt und der Bedarf viel größer“, sagt Grabbe.

Zudem seien die Wege an der Oberschule kürzer. Die Schüler haben nun für ihre Firma einen Raum im Obergeschoss zugewiesen bekommen – dort können sie die alten Laptops wieder fit machen.

Derzeit tüfteln die drei Jugendlichen nun noch an einem Konzept, das ihre Firma auch rentabel macht und zukunftsfähig aufstellt. „Denn schließlich sollen sie auch unternehmerisches Denken lernen“, sagt Lehrerin Katrin Ebeling.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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