HOOKSIEL - „Nie wedder Mallorca“ heißt das Lustspiel, mit dem die Hooksieler Theatergruppe am Donnerstag im Haus des Gastes in Hooksiel Premiere feierte.
Warum nie wieder Mallorca, macht Autor Wolfgang Gerth den Zuschauern recht drastisch begreiflich: Er lässt die Frauen des Kegelklubs „Aurora“ einen mehrtägigen Ausflug nach Mallorca machen. Dort fühlen sich die liebesdurstigen Frauen in den Armen der Einheimischen oder der Männer des Kegelklubs Bangelsdorf recht wohl.
Doch als sie wieder zu Hause sind, holt sie die Vergangenheit in Form von Fotos und Anrufen und sogar durch den Besuch eines Liebhabers wieder ein. Die Witwe und Kegelschwester Herta Becker (Anna Niendiek) sorgt mit eindeutigen Fotos dafür, dass die Präsidentin Marion Binder (Franziska Friedrich) ganz aus dem Häuschen gerät.
Aus der Fassung gerät auch ihr Mann Erich (Frank Langenhorst), als er eine fremde Badehose bei seiner Frau findet. Natürlich haben es die anderen Kegelschwestern ebenfalls schwer und müssen sich für kompromittierende Fotos rechtfertigen. Nur Herta scheint ihr reines Herz bewahrt zu haben und versucht, die Präsidentin an die Seite zu drücken, um selbst Präsidentin zu werden.
Doch dann erfahren die Frauen, dass auch ihre Männer auf der Balearen-Insel waren . . .
Die drei Akte wurden flott gespielt, die Texte saßen fast immer und die Zuschauer warteten förmlich auf den nächsten Gag oder einen der flotten Sprüche von Herta wie den zur Diskothek „Tango Bolero“: „Allein geht man rein, zu zweit kommt man raus.“ Anna Niendiek aus Jever ist übrigens neu im Team in Hooksiel.
In weiteren Rollen sahen die Zuschauer die Kegelschwestern Anja-Harms-Janssen, Rena Sander, Monika Künken und Diana Cohn sowie Jan Gerjets als Ehemann und hatten ihren Spaß an deren Auftritten. Die Laienspieler überzeugten durch ihre Leistung und ihre Freude am Spiel.
Dafür war sicherlich Speelbaas Renate Galski mitverantwortlich wie es auch die unsichtbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter der Bühne waren.
Weil das Wahrzeichen von Hooksiel, der Zwiebelturm, erneuert werden muss, spielt die Theatergruppe zugunsten der Sanierung.
