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Seebadeverein Die Hooksieler und ihre Sorgenkinder

Hooksiel - Was Erwin Abels auf der Jahreshauptversammlung im Gästehaus über den Hooksieler Seebadeverein sagte, trifft zurzeit sicherlich für viele Vereine und Verbände zu: Nach mehr als zweijähriger Corona-Zeit sei die Interessenvertretung der „weißen Industrie“ im Sielort „nicht wieder so richtig in die Gänge gekommen“.

Auch die geringe Beteiligung an der Versammlung war wohl ein Zeichen dafür, dass der richtige Schwung noch fehlt. Tatsächlich ärgerte sich der Vorsitzende darüber, dass gerade mal ein gutes Dutzend Mitglieder teilnahmen – und das, obwohl der Verein zurzeit 336 sogenannte Beitragsfamilien zählt.

Sehen lassen kann sich hingegen die Bilanz der Vorstandsarbeit: Wolf Hegemann berichtete, dass die Radartonne am Alten Hafen und der Mühlstein an der Langen Straße wieder auf Vordermann gebracht worden sind. Auch die Sanierung der ansonsten beim „Hohen Stuhl“ stationierten historischen Kanone schreitet seinen Angaben zufolge voran.

Das 173 Jahre alte Geschütz wurde sandgestrahlt und gestrichen. Das Eichenholz für den Bau einer neuen Lafette liegt bereit, ein Stellmacher wurde beauftragt. Einziger Wermutstropfen: Statt der veranschlagten 5000 Euro werden für die Kanonen-Sanierung wohl 6500 Euro fällig, sodass Hegemann auf Spender und Sponsoren hofft.

Der Alte Hafen

Mario Szlezak lobte in seinem Bericht die aus seiner Sicht „sehr konstruktive Zusammenarbeit“ im Rat. Hauptthema seien zurzeit der Gemeindeentwicklungsplan und die damit zusammenhängenden Bebauungsplanänderungen um „Ferienwohnungen und Dauerwohnen zu entzerren“, erläuterte der Bürgermeister. Auf diese Weise sollen dörfliche Strukturen erhalten werden, ohne Ferienwohnungen stillzulegen.

Auch kündigte der Verwaltungschef weitere Gespräche mit den Hooksielern über die Zukunft des Alten Hafens an, der attraktiver werden soll. Nachdem die Genehmigung für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses am Hohen Weg vorliegt, stelle sich die Frage: Was soll mit dem alten Feuerwehr-Standort am Alten Hafen passieren?

Das Hallenwellenbad

Armin Kanning teilte mit, dass im Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel zurzeit Materialprüfungen stattfinden. Von den Ergebnissen hänge die weitere Vorgehensweise bei der Umgestaltung des Bades ab, so der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG).

Auch berichtete der Kurdirektor von der Bereisung einer Schießanlage im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren. Dort seien die Geräuschemissionen durch den Bau eines Lärmschutzwalls „immens reduziert“ worden. Der Betreiber der Schießanlage Tammhausen, von der sich viele Hooksieler wegen des Schießlärms gestört fühlen, habe sich über die Ergebnisse der Bereisung interessiert gezeigt.

Der WTG-Chef dämpfte jedoch die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung: „Das ist keine Sache von heute oder morgen.“

Apropos Lärmbelästigung: Der bisherige stellvertretende Vereinsvorsitzende Dieter Schäfermeier befürchtet angesichts des bevorstehenden Baus des LNG-Terminals Störungen des Hooksieler Strandlebens durch Rammarbeiten. Denn: Dass beim Setzen der Pfähle ein geräuscharmes Einspülverfahren zum Einsatz kommt, glaubt der Ratsherr der Wählergemeinschaft „Pro Wangerland“ mit Hinweis auf den vorhandenen Untergrund nicht.

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