HOOKSIEL - Wenn es um Entscheidungen der Gemeinde und der Wangerland Touristik GmbH (WTG) geht, fühlt sich der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe nicht ausreichend vorab informiert. In der Jahreshauptversammlung am Sonnabend in den 'Skiterrassen' kochten gleich zwei Themen hoch, die einigen Mitgliedern zurzeit unter den Nägeln brennen: die geplanten Parkgebühren als Ausgleich für den Strandeintritt-Wegfall und die Drei-Euro-Gebühr für die Erhebung der Kurtaxe durch die WTG.

Nach Ansicht von Bernd Tscherney war abzusehen gewesen, dass der Strandeintritt von den Gerichten gekippt wird. 'Man hätte sich schon seit Jahren über andere Einnahmequellen Gedanken machen müssen', meinte der Hooksieler. Almuth Janssen mahnte, es müsse im Ort Hooksiel weiterhin bei der weitgehenden Parkgebühren-Freiheit bleiben. 'Das ist ganz wichtig für uns', betonte die Vorsitzende, die in dieser Sache noch weitere Gespräche mit der Gemeinde und der WTG führen will.

Was eine Bewirtschaftung der Parkplätze auf dem Hooksieler Freizeitgelände für einzelne Betriebe bedeuten könnte, erläuterte 'Skiterrassen'-Betreiber Hans-Ott Vogt. Der 2. Vorsitzende befürchtet, dass bei einer Einführung von Parkgebühren die Strandgäste das betriebseigene Parkareal vor dem Wasserskilift 'zu parken'. 'Das ist für uns von existenzieller Bedeutung', sagte Vogt, der jedoch gleichzeitig Verständnis dafür zeigte, dass die WTG die Einnahmeverluste aus dem Strandtritt-Wegfall 'irgendwie ausgleichen' muss.

Das auch im Leitbild-Prozess formulierte Ziel eines 'plastikfreien Wangerlandes' will Hans-Ott Vogt in Hooksiel sozusagen auf lokaler Ebene umsetzen. 'Es ist erschreckend, wie viel Plastikmüll wir an unserer Küste haben', sagte der Vereins-Vize, der 'offensiver an das Problem herangehen' möchte. Dafür will er auch die Vereine sowie Gastronomie, Handel und Privatpersonen mit ins Boot holen und kündigte eine entsprechende Info-Veranstaltung für die Zeit nach Ostern an.