HOOKSIEL/HANNOVER - Ohne konkrete Lösung endete am Dienstag ein Gespräch zwischen der Gemeinde Wangerland und dem niedersächsischen Finanzministerium über die Zukunft von Binnentief, Schleuse und Außenhafen in Hooksiel.
„Wir haben darstellen können, dass auch weiterhin Baggerarbeiten in der Hafeneinfahrt zwingend erforderlich sind“, berichtete Bürgermeister Harald Hinrichs. Wer letztlich dafür verantwortlich sein werde, sei allerdings nicht endgültig geklärt worden. „Hierzu bedarf es noch einer Abstimmung zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium“, so Hinrichs.
Die Gesprächsteilnehmer im Finanzministerium seien sich zumindest einig gewesen über die Notwendigkeit, das Gelände ausreichend zu bewirtschaften. An dem Gespräch mit Staatssekretärin Cora-Jeanette Hermenau nahmen neben Hinrichs u. a. die CDU-Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies, Kurdirektor Reinhard Thomssen und Torsten Höfer vom Landkreis Friesland teil.
Wie berichtet, hatten sich am Freitag Anlieger des Freizeitgeländes und des Außenhafens in Hooksiel zu einer Krisensitzung getroffen. Hintergrund ist, dass das Land das gesamte Gelände verkaufen will und die niedersächsische Hafen-Gesellschaft N-Ports den Außenhafen an die Liegenschaftsabteilung des Finanzministeriums übertragen hat. In einer „Hooksieler Erklärung“ forderten sie, im Außenhafen eine ausreichende Zufahrtstiefe zu gewährleisten und ihn damit tideunabhängig zu halten. Andernfalls seien Existenzen gefährdet. Die Erklärung hatte Bürgermeister Hinrichs mit nach Hannover genommen.
Trotz des offenen Ausgangs zeigten sich die Vertreter aus dem Wangerland zuversichtlich, das Problem noch in dieser Legislaturperiode lösen zu können.
Gemeinde und Anlieger haben bereits signalisiert, dass sie das Gelände übernehmen würden. Die Kostenlast der Baggerarbeiten in Höhe von jährlich bis zu 300 000 Euro könnten sie allerdings nicht schultern.
