HOOKSIEL/JEVER - Einsätze, bei denen Höhenmeter überwunden werden müssen, sind für die Feuerwehr immer eine Herausforderung - dabei ist es egal, ob ein Mensch beispielsweise von einer Windkraftanlage gerettet, aus dem Maschinenraum eines Schiffes gehoben werden muss oder ob es um die eigene Sicherheit geht. Hilfreich sind dabei Geräte zur Absturzsicherung, aber auch zum Abseilen, die gehören allerdings nicht zur Standardausrüstung. Umso mehr freuen sich die 26 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel, dass sie entsprechende Geräte nun zu ihrer Ausrüstung zählen dürfen. Um die Anschaffung hat sich der seit 15 Jahren bestehende Förderverein der Hooksieler Wehr bemüht, nachdem die Wehrleute einen den Antrag gestellt hatten.
Es handelt sich jeweils um einen Gerätesatz 'Absturzsicherung' sowie 'Abseilgerät'. Die Spende im Wet von circa 2500 Euro übergaben am Freitagabend auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever vor dem Ü;bungsturm Fördervereins-Vorsitzender Hans Mewes, zweiter Vorsitzender Günter Schmöckel und Kassenwartin Marion Buß. 'Damit kann die Arbeit der Freiwilligen noch sicherer und effektiver erfolgen', bedankte sich Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Mit der neuen Ausrüstung können drei Einsatzkräfte gleichzeitig ausgestattet und eingesetzt werden. Jedoch sind für die entsprechende Rettung nur drei Kräfte ausgebildet. Die Lehrgänge für die Ausbildung seien aktuell 'sehr zäh und unbefriedigend', bemängelt der Hooksieler Ortsbrandmeister. Es stünden nicht ausreichend Lehrgangsplätze zur Verfügung - 'weder an der Niedersächsischen Akademie für Brand und Katastrophenschutz noch im Landkreis'. Nöchel wünscht sich, dass hier schnell Besserung erfolgt und die Verantwortlichen die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um auch diese Thema voranbringen.?Wer sich selbst ein Bild von der Ausrüstung der Feuerwehr und der Arbeit der Einsatzkräfte machen möchte, hat dazu am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 31. Mai, von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit. Dann lädt die Freiwillige Feuerwehr nämlich zum Tag der offenen Tür ein. Dann wird auch das neue Löschfahrzeug, das LF 10, vorgestellt. Das sei bereits seit knapp einem Jahr im Einsatz und habe sich bisher mehr als bewährt, erklärt Nöchel.
