HOOKSIEL - Als Urgestein der SPD hat Landtagsabgeordneter Olaf Lies Albert Klein in der Mitgliederversammlung der SPD Hooksiel-Waddewarden gewürdigt. Klein ist seit 40 Jahren Parteimitglied und seit 35 Jahren Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Hooksiel.

Aktuell ging Lies auf die Diskussion um die Nachfolge des Landesvorsitzenden Garrelt Duin ein.

Am Sonnabend stellen sich die neue Kandidatin Monika Griefahn sowie Stefan Preuße, Stefan Schostek und er selbst bei einer Sitzung des Parteirats vor und erläutern anschließend in einer Reihe von Veranstaltungen ihre Konzepte, berichtete Lies. Am 29. Mai soll dann gewählt werden.

In 40 Jahren habe sich in der SPD viel verändert und es habe in den letzten Jahren einen großen Verschleiß an Vorsitzenden gegeben, stellte Lies fest.

„Wie geht es mit der Partei weiter und welche Themen müssen besetzt werden?“, fragte Lies und gab gleich die Richtung vor: Wichtig sei nun Geschlossenheit.

Da sei zum einen die Bildung. Während das Land am dreigliedrigen Schulsystem festhalte, meldeten Eltern einen anderen Bedarf wie etwa die Integrierte Gesamtschule an. „Dem muss stattgegeben werden“, forderte Lies. Ebenso sprach er sich gegen die Praxis von Discountern aus, ihre Angestellten zu entlassen und über eine Leihfirma zu schlechteren Konditionen wieder einzustellen. Zudem kritisierte er den Wegfall von Förderprojekten durch das Wirtschaftsministerium in Hannover.

Er kritisierte, dass Experten Hooksiel schon lange den Titel eines Nordseebads zugesprochen haben, das Land ihn aber bisher verweigere. Zudem gebe es noch keine Ergebnisse zur Nutzung und Verwendung des Hafens Hooksiel. „Da bahnt sich aber eine neue Entwicklung an“, versicherte Lies. Schließlich sieht er bei Senioren Handlungsbedarf. Hier fehlten Pflegekräfte. Heime seien nicht unbedingt die Lösung und man dürfe alte Menschen nicht einfach abschieben.