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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

„Finger weg vom Freizeitgelände“

03.11.2017

Hooksiel Die Wählergemeinschaft Pro Hooksiel hat fristgerecht Widerspruch gegen die Änderung des Flächennutzungsplans „Hooksiel Freizeitgelände-West“ eingelegt. „Nach eingehender Beschäftigung mit den bei der Gemeinde Wangerland ausliegenden Unterlagen zum Flächennutzungsplan und Konsultationen mit dem Nabu haben wir uns entschlossen, alles dagegen zu unternehmen, diese Änderung des Flächennutzungsplanes gültig werden zu lassen“, teilt Pro Hooksiel-Vorsitzender Dieter Schäfermeier mit.

Er wirft Rat und Verwaltung vor, dass sie „heimlich, still und leise“ versuchten, erste Teile des Freizeitgeländes zu einer Baufläche für Hotels und Beherbergungs-Betriebe zu machen.

Wie berichtet, beinhaltet der neue Flächennutzungsplan, dass im westlichen Freizeitgelände Hooksiels ein Hotel oder Ferienwohnanlagen angesiedelt werden können. Noch laufen Verhandlungen zwischen Gemeinde und Land über die Übernahme der Fläche.

Laut Flächennutzungsplan könnten 13 bis 15 Hektar Waldfläche Bauplätzen weichen. „Das Freizeitgelände ist seit 20 bis 30 Jahren naturbelassenes Alleinstellungsmerkmal unseres Ortes. So etwas Einzigartiges gibt es in der Region sonst nur im Neuenburger Forst. Warum soll dieses Naturschutzgebiet zerstört werden? Entspricht es dem Willen der Hooksieler, den Tourismus immer noch mehr und mehr auszubauen? Und muss das ausgerechnet im Freizeitgelände passieren, das ausgiebig von Fußgängern, Reitern und Radfahrern genutzt wird“, kritisiert Pro Hooksiel.

Schäfermeier kündigt an, dass die Wählergemeinschaft auch den Klageweg nicht scheut, „um diesen Wahnsinn zu stoppen“. „Unsere Message an den Rat und den Bürgermeister: Finger weg vom Hooksieler Freizeitgelände“, so Schäfermeier.

Auch andere Nutzer des Freizeitgeländes hatten bereits auf den Wert des Waldstücks hingewiesen. Im Sommer hatte ein Naturschützer an den Wegen Schilder angebracht: „Genießen sie es“, steht darauf. Und: „Legen Sie Widerspruch ein.“

war gibt es laut Umweltbericht zur F-Plan-Änderung im Freizeitgelände keine Schutzgebiete oder geschützten Landschaftsbestandteile, dennoch haben sich dort „besonders schutzwürdige Biotoptypen“ und „artenreiche Waldbestände“ entwickelt.

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Naturschutzbund Deutschland