Hooksiel - Am ersten Tag nach der Auszählung des Bürgerentscheids zum Erhalt des Gästehauses in Hooksiel gab es am Montag kaum Reaktionen aus der Gemeindepolitik. Lediglich die CDU-Fraktion äußerte sich in einer Pressemitteilung zum Ergebnis.

Im Zuge des Bürgerentscheids hatte sich eine deutliche Mehrheit der Wähler (78,9 Prozent) dafür ausgesprochen, dass das Gästehaus von der Wangerland Touristik nicht verkauft werden darf. Mit 46,7 Prozent der Wahlberechtigungen nahmen weit mehr als die erforderlichen 20 Prozent teil. Festzustellen war ferner, dass sich in allen Briefwahlbezirken die Mehrheit der Wähler für das Ansinnen der Bürgerinitiative aus Hooksiel aussprach, mit 93,2 Prozent erwartungsgemäß am stärksten in Hooksiel selbst.

BÜRGERENTSCHEID Gästehaus Hooksiel darf nicht verkauft werden

Wolfgang A. Niemann
Horumersiel

„Die Bürger haben entschieden, und das respektieren wir“, teilte die CDU-Fraktionsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek gestern mit. „Der BI spreche ich meine Anerkennung zu ihrem Erfolg aus. Ich hoffe nun auf dasselbe Engagement, wenn es darum geht, tragfähige Konzepte für den Erhalt und die Wirtschaftlichkeit zu entwickeln.“

Ihr Fazit aus diesem Wahlergebnis sei, dass die Menschen im Wangerland Bedenken gegenüber der Entwicklung des Massentourismus haben. „Sie wünschen sich eine behutsamere Entwicklung des Tourismus und den Erhalt der dörflichen Strukturen.“

Hier sei die Politik gefordert, in Zukunft die Bürger in Entscheidungsprozesse mit einzubinden, wenn es möglich ist. „Das darf aber nicht zu Stillstand, sondern muss zu Lösungen führen, die beides möglich machen: Entwicklung des Tourismus und Erhalt der dörflichen Strukturen.“