HORUMERSIEL - Im Kurgarten erblüht jedes Jahr das Seewiefken aus dem Wappen der Gemeinde Wangerland. Im Frühjahr bilden blaue und weiße Hornveilchen die barbusige Dame nach, später sind es dann Sommerblumen. Das Seewiefken-Beet ist für die Kurgarten-Besucher eine kleine Attraktion und ein beliebtes Fotomotiv. Nun ist die Anlage in die Jahre gekommen. Sie könnte ein neues 'Outfit' vertragen, dieser Ansicht ist nicht nur der Gärtnermeister der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Uwe Gaudian. Er hatte sich bereits vor längerer Zeit überlegt, wie sich das beliebte Seewiefken-Beet mittels vorhandener Materialien umgestalten ließe. Das Ergebnis hat er in einem Modell festgehalten, das er gestern Vormittag im Kurgarten vorstellte.

Mit dabei WTG-Geschäftsführerin Ute Gerdes, Torsten Meuer von der Bauverwaltung der gemeinde und Michael Feldmann sowie Mitglieder des Lenkungsausschusses des Entente-Florale-Projekts 'Erde und Flut'. Denn die neugestaltung des Seewiefkens ist ein Projekt der Horumersieler im rahmen der Aktion 'Erde und Flut'. entsprechend werden sie auch an der Umsetzung mitwirken, und dabei stehen die Renter der Arbeitsgruppe in der ersten Reihe. Die Facharbeiten wurden an die Firma Feldmann vergeben. Die Kosten bezifferte Ute Gerdes gestern mit 20 000 Euro.

Und was genau ist nun im Kurgarten geplant? 'Wir werden den Neigungswinkel des Beetes verändern', erklärte Gaudian, und zwar so, dass sich für Betrachter – und Fotografen – zukünftig eine bessere Perspektive bietet und sie mehr von oben auf das blühende Seewiefken schauen. Vor dem Beet soll deshalb eine 75 Zentimeter tiefe Senke entstehen, 'die Oberkante des Wappens liegt bei plus 75 Zentimetern', sagte Uwe Gaudian. Die Senke und die Umrandung des Beetes werden mit Klinkersteinen gepflastert, die noch vom alten Schilliger Deckwerk stammen. 'Der Stein wird so gelegt wie er damals lag, man sieht also, wie das Wasser ihn im Laufe der Jahre geformt hat', beschrieb der Gärtnermeister. Außerdem wird ein Naturstein vom alten Hohenkirchener Bahnhof verwendet, der seinerzeit aufbewahrt worden war. Um Senke und Beet wird ein Wall als Andeutung eines Deiches aufgeschüttet, und davor werden als optische Abtrennung Heckenkirchen gepflanzt. Um das prächtige Seewiefken auch bei Dunkelheit in Szene setzen zu können, ist die Installation von Strahlern geplant. Die neue Anlage macht dann allerdings auch eine Änderung der Wegeführung erforderlich. 'Mit den Arbeiten wollen wir nun auch zeitnah beginnen', sagte Ute Gerdes.