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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

Baucamp am Elisabethgrodendeich wird Infostätte

09.02.2018

Horumersiel Das nicht mehr benötigte Baucamp am Elisabethgrodendeich bei Friederikensiel wird zu einem Informationspunkt über Küstenschutz und Deichbau umfunktioniert. Das kündigte am Mittwoch der stellvertretende Vorsteher des III. Oldenburgischen Deichbands (Jever), Hans-Heinrich Schrievers, an. Er sprach zur Eröffnung der Wanderausstellung über die Weihnachtsflut 1717, die bis zum 18. Februar im Paul-Gerhardt-Haus gezeigt wird.

Wanderausstellung

Die Ausstellung ist freitags von 15 bis 17 Uhr, am Sonntag, 11. Februar, von 12 bis 17 Uhr sowie Montag bis Mittwoch von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Donnerstags und samstags ist das Paul-Gerhardt-Haus geschlossen. Am Sonntag, 18. Februar, findet zum Abschluss ein Gedenkgottesdienst statt. Beginn ist um 9 Uhr.

Die frühere Feuerleitstellung des Hohenkirchener Flugabwehr-Raketenbataillons 26 war seit dem Abzug der Soldaten aus dem Wangerland im Jahr 2003 nicht mehr militärisch genutzt worden. Während der Arbeiten am Elisabethgrodendeich, die im kommenden Sommer restlos abgeschlossen werden, befand sich hier das Baubüro für die Deicherhöhung an der Nordflanke des Jeverlandes. „Wir überlegen, dort auch einmal Deichprofile anzulegen, damit Gäste und Einheimische sich vorstellen können, wie sich der Deichbau über die Jahrhunderte entwickelt hat“, sagte Schrievers.

Pastorin Sabine Kullik hatte zur Eröffnung eine vielköpfige Zuhörerschar begrüßt. „Wetterextreme nehmen zu und die Ereignisse von 1717 und weitere Sturmfluten sind uns Mahnung. Wir fühlen uns zwar sicher – doch sind wir das auch?“, fragte sie.

Hans-Heinrich Schrievers entführte in einer Zeitreise die Zuhörer 300 Jahre zurück. In der Christnacht seien die Menschen von den Fluten überrascht worden. Moderne Kommunikationsmittel habe man nicht gekannt. Katastrophenschutz ebenso wenig, jeder sei auf sich gestellt gewesen. „Wer nicht sofort ertrunken ist, erfror in den nächsten Stunden oder Tagen“, beschrieb Schrievers das unvorstellbare Grauen. Die Katastrophe sei im wesentlichen durch Aufzeichnungen der Pastoren in den Kirchenbüchern überliefert.

Aber müsse man Küstenbewohnern die Naturgewalten erklären? Müsse man im Wangerland mahnen? Diese Fragen stellte Schrievers in den Raum, um sie auch gleich zu beantworten.

Ja – man müsse mahnen, das Bewusstsein für den Vorrang des Küstenschutzes wach halten. Selbst gegen widerstreitende Interessen des Naturschutzes. „Kein Deich, kein Land, kein Leben“: Das Lebensmotto des Deichbaupioniers Albert Brahms (1692 bis 1758) aus Sanderahm gelte noch heute uneingeschränkt.


  akademie-dangast.de/ausstellung-300-jahre-weihnachtsflut/ 
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