Hohenkirchen - Kürzere Begrüßungsrede, im Duo „Flying Albatros“ eine neue, etwas günstigere Band: Der 61. Ball des Hegerings Wangerland wurde diesmal ein klein wenig anders gefeiert. Hegeringleiter Karl-Heinrich Müller konnte am Samstagabend im Wintergarten des Hotels „Dorf Wangerland“ in Hohenkirchen rund 90 Gäste begrüßen, darunter auch zwei Tische voll junger Leute – und war zufrieden.

Gemeinsam mit dem Jagdhornbläserkorps Wangerland unter Leitung von Gerold Lauts eröffnete er den Ball und blickte auf zwei Besonderheiten im Jagdjahr. Zum einen: Die Jäger beobachteten 2016 einen deutlichen Rückgang an Vögeln. „Nicht nur unser Federwild – Rebhuhn, Fasan und Ente – macht sich rar. Auch die Zahl der Wiesenbrüter nimmt ab“, sagte er. Das bestätigten auch der Nabu und die WAU. „Obwohl das Frühjahr nicht auffällig war, hatten die Vögel kaum Brut- und Aufzuchterfolg“, sagte Müller. Warum? „Keiner weiß richtig, was los ist.“

Das gleiche gelte für die Vogelgrippe – das zweite Thema Müllers. „Sind tatsächlich die ziehenden Wildvögel Auslöser?“ fragte Müller. Es sei schon erstaunlich, dass bei den Riesen-Gänsepopulationen in der Region nur wenige einzelne tote Vögel entdeckt werden. „Vielleicht liegt es ja doch eher am globalen Handel oder das Virus kommt aus den Großbetrieben“, meint Müller.

Die Jägerschaft hat sich im Vogelgrippe-Beobachtungsgebiet Wangerland seit Dezember mit der Jagd stark zurückgehalten, berichtete er: „Man hätte auf Antrag Enten jagen können – aber auch die sind dieses Jahr rar. Deshalb wurde nicht gejagt“, sagte er.

Zum Ball gab es auch in diesem Jahr eine Tombola. Die ersten Preise: Gutscheine für das Wildessen der Jägerschaft.