Hooksiel - Den 95. Geburtstag wollen die Mitglieder des Gartenbau-Vereins Hooksiel – er wurde 1922 gegründet – in diesem Jahr feiern. Trotz der inzwischen nur noch 61 Mitglieder blicken sie optimistisch in die Zukunft. Doch mit Gartenbau hat der Verein schon lange nichts mehr im Sinn. Er ist ein reiner Geselligkeitsverein geworden.

Denn die Frage nach dem Anbau von Tomaten oder anderem Gemüse wurde von den Älteren belächelt. Trotzdem fühlt sich das neueste und mit 31 Jahren jüngste Mitglied im Kreis der erheblich Älteren wohl. „Da ist eben Verjüngung angesagt“, meinte der junge Mann, der im Frühjahr ein Hochbeet bauen will. Verglichen mit seinem Alter liegen die beiden ältesten Mitglieder um über ein halbes Jahrhundert darüber.

Höhen und Tiefen hat der Gartenbau-Verein Hooksiel in seiner Geschichte erlebt. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg war der Gartenbau-Verein für die Bevölkerung und vor allem die ankommenden Flüchtlinge eine Institution, die ihnen die Möglichkeit eröffnete, auf gepachtetem Grund Gemüse und Obst anzubauen.

Sorgen bereitet den Mitgliedern der geplante Verkauf des Gästehauses Hooksiel. Denn dann würde ihr bisheriger Treffpunkt möglicherweise nur noch durch Pachtzahlungen für bestimmte Veranstaltungen nutzbar sein.

Eine Stärkung soll das Organisations-Team erfahren, das die meiste Arbeit hat. Einstimmig das Votum der Mitglieder vor den Wahlen: Der Verein soll weiter bestehen bleiben und das 100. Gründungsdatum 2022 soll groß gefeiert werden.

Der für zwei Jahre gewählte Vorstand setzt sich aus der bestätigten Vorsitzenden Margret Jansen, ihrem Stellvertreter Karl-Friedrich Voß, Fritz Hartung als Kassenwart und Schriftführer Wolfgang Lubomirski zusammen.

Für die Mitglieder fasste die Vorsitzende Jansen die Termine im Jahr 2017 zusammen: Frühjahrsfest am 21. März im Gästehaus, Sommerfest am 12. August im Awo-Heim, Radtour am 2. September, Adventsnachmittag am 2. Dezember und Grünkohlessen im Januar 2018.