Horumersiel/Helgoland/TK – - Die 79. Nordseewoche zu Pfingsten auf Helgoland – die einzige deutsche Hochseeregatta – litt wie im Vorjahr unter ungünstigen Wetterbedingungen. Zwar konnte Wettfahrtleiter Theo Kruse von der mitveranstaltenden Segelkameradschaft Horumersiel die Flotte der Zubringerregatta aus der Jade wie geplant auf Kurs Richtung Helgoland schicken, doch am Ende der Wettfahrt hatte der Nebel den roten Felsen bereits eingehüllt.
Den Jade-Zubringer gewann in der Klasse der großen Yachten „Ree“ (Bernhard Ihnken, SK Horumersiel) vor „Black Maggy“ (Wolfram Heibeck, WSV Hooksiel/SKHS). Bei den kleineren Booten war „Circus Maximus“ (Tanno Kruse, SK Horumersiel) erfolgreich vor „Frechdax“ (Wilko Schipper, Yachtclub Wangerland) und „Henny“ (Jörg Schleebaum, SKHS). Ein rot-grün-weißes Band für die schnellste gesegelte Zeit ging an „Black Maggy“. Der moderne Kompositbau aus Hooksiel legte die 34-Meilen-Strecke nach Helgoland in 3:50:32 Stunden zurück.
Nebel war auch die folgenden Tage das beherrschende Thema. Pfingstsonntag konnte der Meteorologe den Besatzungen keine gute Prognose liefern. „Am Nachmittag kann die dichte Bewölkung zwar aufreißen, aber dann besteht erneut starke Gefahr von Seenebel“, gab er den Seglern mit auf den Weg. Bei schwachen westlichen Winden um 2 Beaufort kam an Bord der Regattaboote kein echtes Nordseewochen-Feeling auf, zumal die Temperaturen im einstelligen Bereich blieben.
81 Yachten fanden sich zur Startlinie des Hauptrennens „Rund Helgoland“ ein und boten trotz des diesigen Wetters ein prächtiges Bild. Trotz der schwierigen Sichtbedingungen segelten die meisten Yachten den Kurs ordnungsgemäß ab. „Wir haben unsere Konkurrenten nicht mehr gesehen – der Nebel hat sie förmlich verschluckt“, meinte „Ree“-Skipper Bernhard Ihnken. „Der flaue Wind zerrt an den Nerven“, meinte Jörg Schleebaum von der „Henny“. Die Boote von der Jade belegten im Hauptrennen am Sonntag gegen starke Konkurrenz aus Vereinen an Weser und Elbe mittlere Plätze.
Pfingstmontag sagte die Wettfahrtleitung die Helgoländer Acht wegen Windmangels ab. Die Wetteraussichten für die Edinburgh-Teilnehmer verheißen dagegen ab Mittwoch viel Wind. Unter den Startern der Wettfahrt quer über die Nordsee nach Schottland sind zwei Boote aus dem Jaderevier: Die „Leon de Mare“ (Jochen Brenner, WSV Hooksiel) und „Arrabiata“ (Jochen Denkena, OYC).
