Oldorf - Der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner hat seine Ausstellung „Meer Zeit Eis – Zurück aus Halifax“ in Oldorf eröffnet. Das war zugleich der Start für den Kunstraum „Alte Schule Oldorf“, den Volker Reineke und Constanze Menzel neu eingerichtet haben. Im Kunstraum sind rund 20 überwiegend großformatige Gemälde und etliche kleine Bronzeplastiken ausgestellt. In der benachbarten St.-Marien-Kirche sind zwei weitere Gemälde, dort wirkt aber vor allem eine Lichtinstallation vor dem Taufbecken als zentrales Kunstwerk. Dieser „Lichtkasten“ mit seiner Meeresdarstellung stand auch am Sonntagmorgen im Mittelpunkt des Gottesdienstes, den Lektorin Anke Weyertz zum Thema Wasser gestaltete.
Die in Oldorf ausgestellten Kunstwerke rühren aus seiner Reisetätigkeit von teils extremen Reisen wie der zu Fuß durch Marokko oder der auf die Kapverdischen Inseln, erklärte Wiesner bei der Vernissage am Samstag. In der Corona-Zeit habe er 40 bis 50 Gemälde geschaffen – „so viel wie nie zuvor“. Die Ideen seien meist auf der Grundlage von Vorstudien und Skizzen entstanden. Die Realitätserfahrung sei stets wichtig für sein Schaffen: „Die Absurdität der Verhältnisse, das Zusammentreffen von Figuren und Tieren fiktiver Landschaften und erfundener Architekturen ist nur scheinbar“, sagte Wiesner. Alles könne mit der Wirklichkeit verknüpft sein und dennoch scheinbar widersprüchlich bleiben. „Denn wen interessieren schon meine seltsamen Träume und die Interpretationen dessen, was um uns herum geschieht?“ Ein Satz, den das große Publikumsinteresse an der Werkschau widerlegte.
Das wiederum freute Constanze Menzel und Volker Reineke als Betreiber dieser neuen Galerie, die mit Atelier und Wohnung auch als Künstlerherberge dienen soll. Bewerbungen für weitere Ausstellungen liegen bereits vor.Die Ausstellung von Hartmut Wiesner kann bis Sonntag, 4. September, täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.
