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DRK am Strand von Schillig Hilfeleistung unterschiedlichster Art

Schillig - Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen-Roten-Kreuzes (DRK), die alljährlich zwischen Frühjahr und Herbst in der DRK-Sanitätswache auf dem Campingplatz Schillig ihren Dienst leisten, können ab sofort auf dem weitläufigen Gelände noch schneller an Einsatzorten sein: Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Jeverland, vertreten durch die 1. Vorsitzende Heide Bastrop und den hauptamtlichen Geschäftsführer Carl-Martin Köhler, übergab jetzt das neue Fahrzeug für die Sanitätswache. Stolz nahm der Leiter der DRK-Sanitätswache, Thorsten Eberlein, das Auto entgegen.

Früher nur mit demFahrrad unterwegs

Die Geschichte der DRK-Sanitätswache – der wohl einzigen ihrer Art an der ostfriesischen Nordseeküste – geht bis in die 1960er-Jahre zurück. Alles fing mit einem Wohnwagen auf dem Campingplatz Schillig an, der von der Wangerland Touristik GmbH betrieben wird. Die DRK-Helferinnen und -Helfer waren seinerzeit mit einem Notfallkoffer, einem Funkgerät und einem Fahrrad unterwegs.

Inzwischen gibt es eine feste Unterkunft, 2006 wurde die Wache an der Strandzufahrt gebaut, 2019 wurde die Sanitätswache renoviert und um Räume erweitert – unter anderem, um die Helferinnen und Helfer geschlechtergerecht unterbringen zu können.

Einsatzgebiet umfasstauch die Campingplätze

Das Einsatzgebiet für den Sanitätsdienst und für Erste Hilfe ist weitläufig: In Schillig gibt es sechs große Parzellen mit einzelnen Straßen. „Hinzu kommt, dass wir zu Einsätzen im Bereich bis zu den Campingplätzen in Horumersiel oder Hooksiel gerufen werden“, sagt Thorsten Eberlein. Er selbst ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied der DRK-Familie. Die Saison in der Sanitätswache beginnt am 1. April und endet etwa Mitte Oktober.

Helfer kommen ausganz Deutschland

„In der Vor- und der Nachsaison ist die Wache freitags bis sonntags besetzt, in der Ferienzeit (vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen) die ganze Woche durchgehend 24 Stunden lang“, erklärt Thorsten Eberlein, der 1987 das erste Mal in Schillig Dienst hatte und bis heute immer noch „Feuer und Flamme ist“. Wöchentlich ist Schichtwechsel; pro Schicht sind es drei oder vier Helferinnen und Helfer, die den kostenlosen Sanitätsdienst des DRK abdecken. „Jedes Jahr kommen DRK-Helferinnen und -Helfer aus ganz Deutschland nach Schillig – eine gute Tradition, die seit mehr als 20 Jahren anhält“, sagt Thorsten Eberlein. Im Hochsommer können es mit Campern und allen Tagesgästen schon einmal 30 000 Urlauber pro Tag sein – es entsteht quasi eine neue kleine Stadt direkt am Strand.

Was dazu noch wichtig ist

Das Fazit für diese Saison fällt positiv aus. „Wir hatten im Gegensatz zu anderen Jahren bis jetzt keine Reanimation“, sagt Thorsten Eberlein. Knapp 300 Hilfsleistungen waren es bislang – eine normale Zahl in Corona-Jahren. Vor Beginn der Pandemie seien es rund 500 gewesen.

Die Palette der Hilfsleistungen ist breit gefächert und reicht vom Pflaster über die Wundversorgung in Folge von Schnittverletzungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Vorfällen.

Bisweilen kommt es auch vor, dass Kinder aus dem Blickfeld ihrer Eltern oder Großeltern geraten – das DRK hilft mit Lautsprecherdurchsagen am Strand und auch bei der Suche. „Hier ist noch kein Kind verloren gegangen“, berichtet Leiter Thorsten Eberlein stolz.

Das DRK habe einen guten Ruf und einen großen Bekanntheitsgrad – das helfe bei Einsätzen den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sehr. Das DRK ist über T   04426 / 987172 , 0171 / 8431282 oder in Notfällen über den Notruf 112 erreichbar.

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