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Friesenfestival Nach zwei Jahren Pause noch etwas bescheiden

Wolfgang Niemann

Schillig - Corona-bedingt hatte es das beliebte Friesenfestival als Umrahmung der Friesencross-Laufveranstaltung am Strand von Schillig zwei Jahre nicht gegeben. Für dieses Wochenende war beides nun endlich wieder angesagt und der Unterhaltungsteil wurde im Internet sogar als „Highlightfestival“ beworben. Vor Ort sah das dann am Freitag und am Samstag deutlich bescheidener aus, denn da gab es keine Spielefeuerwehr, keine Schminkstation, kein Bunjee-Trampolin und weder die „Fun-Ballz“ oder gar ein Karussell wie in all den früheren Jahren.

Kunsthandwerksstände nicht zu entdecken

Zur Eröffnung tummelten sich zahlreiche Kinder zur Kinder-Disco, bei der vor allem „Käptn Wanga“ für viel Spaß sorgte. Ansonsten konnten die Kleinen in einem offenen Zelt unter Anleitung malen und basteln und an beiden Tagen gratis Vorstellungen des „Circus Axo“ gleich nebenan besuchen, der während der Saison dauerhaft hier auf dem Strand steht.

Hinzu kam ein Stand für Siebdrucke auf T-Shirts, wogegen Kunsthandwerksstände entgegen der Ankündigung nicht zu entdecken waren. Für das Publikum gab es zwischendurch musikalische Unterhaltung vom TS-Projekt, dem Singer-Songwriter Helge Plavenieks und als Abendkonzert dann Oldies der einheimischen Band „Syracrus“. Am Samstagnachmittag traten ebenfalls heimische Künstler auf: der Shantychor „Likedeeler“.

Rock und Disco bis weit in die Nacht

Bei zunehmend sonniger werdendem Wetter spielten schließlich die „Soulmen Acoustik“ gewissermaßen als Vorgruppe für die große Partymucke am Abend auf. Bei nun strahlend blauem Himmel übernahm dann die „Think Big! Band“ die Bühne mit knackigem Sound und einem Repertoire, das von Amy Winehouse und Schlager bis hin zu Rock und Disco weit in die Nacht reichte.

Nun war auch der Festplatz recht gut besucht und es kam Stimmung auf. Doch auch hier hätte es mehr sein können. Die Organisatoren von der Wangerland Touristik GmbH müssen sich Gedanken machen, ob es sinnvoll ist, Friesenfestival und Friesencross – der ja erst am Sonntag stattfand – getrennt zu veranstalten. Schließlich haben die Sportler stets gern nach den Laufwettbewerben von der Bühne aus ihre Sieger verkündet und dann kräftig mitgefeiert.

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