WADDEWARDEN - WADDEWARDEN/KH - Die Verschuldung der Gemeinde zu vermindern, das nimmt sich die FDP des Wangerlands vor. „Das strukturelle Defizit von rund zwei Millionen Euro zu verringern ist ein wichtiger Punkt für den neuen Bürgermeister“, stellte gestern Ratsherr Hugo Pannbacker bei der Vorstellung des Wahlprogramms der Wangerländer Liberalen fest.

Dafür müsse man an die großen Ausgabenbereiche herangehen, sagte Pannbacker. Doch leider teile die Mehrheit des Rates diese Ansicht nicht. Pannbacker regte an, bei der Verwaltung die Personalkosten zu verringern.

Für weitere Qualitätssteigerungen bei der Wangerland Touristik (WTG) und im Tourismus sprach sich Ratsherr und stv. Landrat Reinhard Onnen-Lübben aus. „Wer in der ersten Liga mitspielen will, darf nicht an der Qualität sparen“, ist seine Devise. Die Fremdenverkehrsabgabe möchte die FDP auf mehr Schultern verteilt sehen.

Tourismus und Landwirtschaft sind nach Aussage von Onnen-Lübben im Einklang zu sehen. Dazu gehört für ihn der Erhalt der Kulturlandschaft, aber auch der Bau moderner Stallanlagen. Deshalb sieht die FDP die Überarbeitung der Fremdenverkehrlichen Schwerpunktzone (72. Änderung des Flächennutzungsplans) auch als unbedingt notwendig an.

Kritisch sehen Wangerlands Liberale die Ansiedlung von zwei Discountern gegenüber der ehemaligen Kasernenanlage in Hohenkirchen. Dadurch werde die Kaufkraft aus dem Ort abgeführt und Läden wie Spar müssten schließen.

Unterstützung habe die FDP dem Bürgermeister und der Verwaltung bei der Verwirklichung des Freizeitsees und der städtebaulichen Entwicklung Hohenkirchen gegeben. Daraus würden sich weitere Investitionen ergeben – und das sei gut für den Gemeindehaushalt.

Kritik übt die FDP an der Informationspolitik zur Errichtung eines 50 Meter hohen Funkmasts im neuen Gewerbegebiet in Hohenkirchen. Die Ratsmitglieder seien nicht frühzeitig informiert worden.