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Buch „Der Meermann in der Gartenlaube“ Bekannte Orte des Wangerlands als Handlungsort

Wangerland - Sonja Schmitz-Herscheidt ist Autorin und Künstlerin zugleich, ihr Herz schlägt für die Kunst und die Literatur. Das kann man bereits an der Wahl ihrer Studiengänge ablesen. Denn die gebürtige Cloppenburgerin hat in Oldenburg und Oxford Kunst und Anglistik auf Gymnasiallehramt studiert. „Dazu gehörte für mich immer auch, selber Bilder zu malen und Geschichten zu schreiben, allerdings lange Zeit nur sporadisch und als Zeitvertreib nebenher“, erklärt die Autorin, die auch eine besondere Vorliebe für das Wangerland hegt. Nicht umsonst spielt ihr inzwischen drittes, durchaus mystisches Buch an der Küste, in dem es um Meermänner, Seewiefken und andere Meerwesen geht.

Warum fiel Ihre Wahl auf das Wangerland und welche Beziehung haben Sie selbst zum Wangerland?Seit meiner Kindheit bin ich regelmäßig und zu jeder Jahreszeit an der Küste, vor allem in Schillig. So habe ich diese Gegend kennen und lieben gelernt. Auch jetzt fahre ich mit meiner Familie ein- bis zweimal im Jahr ins Wangerland.Wonach haben Sie die Plätze und Veranstaltungen ausgesucht und waren Sie selbst schon einmal vor Ort?Die Orte aus dem Roman, die tatsächlich existieren, wie das Muschelmuseum in Hooksiel, habe ich alle besucht. Einzige Ausnahme ist die „Wiesenbatterie Schillig“, ein Naturschutzgebiet, das von einem Wassergraben umgeben ist. Hier musste ich mich durch den Anblick „von außen“ und von einigen wenigen Fotos aus dem Internet inspirieren lassen. Das Kolkleuchten in Horumersiel, das im Roman beschrieben wird, habe ich bereits mehrmals und immer wieder mit Vergnügen angeschaut.

Dass diese Orte und Ereignisse Eingang in die Geschichte gefunden haben, liegt einerseits daran, dass sie gut in den Verlauf der Handlung passten. Zum Teil waren sie es jedoch auch selbst, die mich zu der Geschichte inspiriert haben.Sind die Charaktere von Personen aus dem echten Leben inspiriert?Alle Figuren sind frei erfunden. Ähnlichkeiten wären absolut zufällig und nicht beabsichtigt. Wie kommen Sie von Bilder auf Bücher?Interessiert hat mich schon immer beides. Bereits als Kind habe ich Geschichten geschrieben und Bilder gemalt. (Davon können meine damaligen Mitschülerinnen ein Liedchen singen!) Ich finde aber auch, dass meine Gemälde und Geschichten wie Verwandte sind, mit ähnlichen Stimmungen und Inhalten. Darum freut es mich besonders, dass alle meine Bücher auch Gemälde von mir als Cover tragen.Wie kam Ihnen die Idee zu Ihrem neuen Roman? Wo holen Sie sich Ihre Anregungen her?Nachdem meine ersten beiden Bücher Fantasy-Romane waren, wollte ich gern etwas Realistischeres schreiben, das mit Lokalkolorit und einem Schuss Humor daherkommt. Dass die Handlung an der schönen Nordseeküste spielen sollte, war auch schnell klar.

Trotzdem konnte ich mir letztendlich das Märchenhaft-Fantastische nicht ganz verkneifen. Ausgangspunkt der Geschichte war für mich das „Minsener Seewiefken“, die Meerjungfrau, die ja unter anderem durch das Wappen der Gemeinde Wangerland an der Küste sehr präsent ist. Da lag es für mich nahe, zu versuchen, das Thema „Meerjungfrau“ in die heutige Zeit zu transportieren und gleichzeitig mit den realen Orten an der Küste zu verknüpfen. Warum haben Sie sich für das Fantasy-Genre entschieden? Damit brechen Sie ja aus dem Muster der Lokalkrimis aus.Ich persönlich bin kein großer Krimi-Fan, lese aber gern Fantasy oder Geschichten mit fantastischen Elementen. Daher fühle ich mich vermutlich dort besser aufgehoben. Außerdem ist es für mich leichter, weil ich dann meine übersprudelnde Fantasie nicht so sehr im Zaum halten muss.

Inhalt und Lesung

Handlung: Was wäre, wenn es Meermänner gäbe, die aber keinen Fischschwanz sondern Beine hätten? „Blanker Unsinn“, sagt die junge Studentin Laura Dibbet aus Oldenburg. Doch als sie auf ihrem Weg an die Küste in der Pension „Zum schönen Seewiefken“ strandet, muss sie feststellen, dass es durchaus Menschen gibt, die an Meerwesen glauben. Es dauert nicht lang, bis sie mitten in einem Abenteuer steckt – in dem nicht nur zwei äußerst dubiose Pensionsgäste, sondern auch ein attraktiver aber undurchschaubarer Mann mit grünen Augen eine Rolle spielt, der Laura eines Nachts vors Auto stolpert.

Lesung: Die Autorin gibt am Mittwoch, 15. April, mit Unterstützung der Bücherinsel Horumersiel, wo das Buch auch erhältlich ist, eine Lesung im Restaurant „Leuchtfeuer“ in Horumersiel. Los geht es um 15 Uhr. Karten für 10 Euro (Kuchen und Kaffee/Tee inbegriffen) gibt es bei der Bücherinsel,  04426 / 1239. 

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