WANGERLAND - Das Vereinsheim war auch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der DLRG Ortsgruppe Wangerland am Freitagabend ein Thema, das nicht abschließend beendet werden konnte. Im Vereinsheim kamen 28 Mitglieder der Ortsgruppe zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

'Unsere Aktion mit dem Erwerb des Vereinsheimes ist leider erst einmal gescheitert', berichtete der zweite Vorsitzende Sven Hannemann. Der Grund liege darin, dass sich der Verein und der Besitzer des Heimes nicht einigen konnten. Die Hoffnung auf einen Abschluss bestehe jedoch weiterhin.

Sven Hannemann übernahm die Leitung der Versammlung, da der erste Vorsitzende, Wolfgang Schumann, durch Krankheit verhindert war. Eine positive Nachricht gab der zweite Vorsitzende den Mitgliedern mit auf den Weg. Im vergangenen Jahr wurde ein Motorrettungsboot angeschafft und im August auf den Namen 'Willi Rosenboom' getauft. Derzeit werde das 135 PS starke Boot noch technisch erweitert, um Seglern die Möglichkeit zu geben, es direkt anzufunken, erklärte Thorsten Knebel, der die Technische Leitung im Verein innehat, und versicherte, dass die Ortsgruppe in diesem Jahr wieder bei verschiedenen Veranstaltungen mit dem Bootsdienst vertreten sei.

Lust am Schwimmen und Ehrgeiz beim Erwerb von Abzeichen bewiesen im vergangen Jahr 45 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Arne Schmöckel, Technischer Leiter für Einsatz und Ausbildung, ihre Abzeichen und Urkunden der DLRG überreicht bekamen. Die Abnahme der Schwimmabzeichen sei dennoch rückläufig, bedauerte Arne Schmöckel. Einen Dank richteten Angelika Prieß-Tiemann, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wangerland, und Marianne Kaiser-Fuchs, Frieslands stellvertretende Landrätin, an die ehrenamtlichen Helfer, die ihre Freizeit für die Sicherheit der Besucher opferten.

Insgesamt leistete die Ortsgruppe 1430 Ausbildungsstunden, sowie 7553 Wach-stunden, die sich auf die Strände Schillig, Horumersiel und Hooksiel sowie auf die Bäder und Boote aufteilte. Die Wachgänge an den Stränden zeigten zudem ihre Wirkung. Im vergangenen Jahr mussten nur vier Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden.

Höher fiel die Zahl der Erste-Hilfe-Einsätze aus, bei denen die Mitglieder 320-mal zu Hilfe eilten. Als großes Problem betitelte Sven Hannemann das Besetzen der Wachen, da Rettungsschwimmer fehlten und sich die Zahl der Freiwilligen auf drei bis vier reduziere. Eine klare Bitte ging damit an die Rettungsschwimmer, die eine Schicht im Monat übernehmen sollten . Kritische Worte gab es von Arne Schmöckel zum Thema Alarmierungen. Zu mehreren Unfällen, die in der Nähe des Vereinsheims oder des Wachhauses passierten, seien sie schlichtweg nicht alarmiert worden. 'Wir hoffen, dass solche Aktionen durch den bald eingeführten Digitalfunk nicht mehr vorkommen', so der Technische Leiter für Einsatz und Ausbildung. Der milde Winter habe ebenfalls dazu beigetragen, dass im vergangenen Jahr keine Eisunfälle gemeldet wurden. Leider gab es im Februar dieses Jahres dann doch noch einen Eisunfall, der kein gutes Ende fand.

r 40-jähriges Bestehen.