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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

Gesang ist beim Püttbier ein Muss

15.01.2020

Wangerland Die wohl älteste Pütt im Wangerland, die Tettenser Pütt von 1857, war festlich geschmückt, als Montag um Mitternacht das Amt des Püttmeisters und seines Adjudanten übergeben wurde: Die Ära der Frauen an der Spitze ist nun erst einmal wieder beendet: Püttmeisterin Janna Janßen und Adjudantin Silvia Hirsch übergaben an der Pütt Zylinder und Laterne an Adolf Hirsch als neuen Püttmeister und Adjudanten Jürgen Habben. Die beiden haben im kommenden Jahr nur unwesentliche Arbeit zu leisten, denn die Pütt wurde von Grund auf neu gebaut. Lediglich der Brunnen bedarf einer Auffrischung: Etliche Fugen müssen erneuert werden.

Die Erneuerung des Brunnenaufsatzes hatten Janna Janßen und Silvia Hirsch mit weiteren Helfern angeschoben: Als es darum ging, die Wasserstelle zu streichen, stellte sich heraus, dass die hölzerne Konstruktion marode und morsch war.

Und so wurde der Korpus Ende Mai abgebaut und in der Halle von Bauer Jan-Iko Janßen mit Hilfe der Zimmerei Fischer in Middoge komplett erneuert (die NWZ berichtete). Nun strahlt der Brunnen in neuem Glanz mit einer leuchtend-goldenen Kugel in der Spitze.

Die Püttgemeinschaft hatte sich im „Hof von Wangerland“ getroffen und begann den Abend bei Tee und Schmalzgebäck. Im späteren Verlauf gab es dann auf Höherprozentiges.

Doch auf die Regularien wurde streng geachtet, denn das Püttbuch schreibt sie vor: Lieder zum Püttwesen werden jedes Mal gesungen und das Protokoll vom letzten Jahr musste verlesen werden. „Brauchtumspflege und Nachbarschaftspflege sind in der heutigen Zeit sehr wichtig“, meinte Janna Janßen. An dem Abend wurde auch überlegt, die neue Pütt in einem trockenen Raum überwintern zu lassen. Auf diese Weise würde sie länger erhalten bleiben. Die Idee soll nun verwirklicht werden.

Die Pütt an der Seetzenstraße in Hohenkirchen hat einen altbekannten Püttmeister: Ewald Kubin war der erste Püttmeister der Seetzen-Pütt und ist jetzt „der Neue“, der am Samstag von der Nachbarschaft gekürt wurde. Das Amt übergab Vorgängerin Janina Gerdes.

Auf Hermann Künken geht der Bau der Wasserstelle 1992 zurück. Und ein Jahr darauf kamen die Nachbarn dann zusammen und feierten das erste Püttfest.

Zum Ritual gehört, nach der ersten Wasserprobe das Protokoll des letzten Festes zu verlesen. Danach wird gut gegessen und getrunken und zwischendurch erklingt das Püttlied der Püttgemeinschaft, das Petra Kubin geschrieben hat. Zur Melodie „Mein Vater war ein Wandersmann“ heißt es unter anderem darin: „Wir feiern stets im Januar In guter Nachbarschaft Zu Ehren uns’rer Seetzen-Pütt hindurch die ganze Nacht. Falleri, Fllera, hindurch die ganze Nacht.“ Johann Leiner begleitete das Lied auf dem Akkordeon.

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