Wangerland - Wie sich der harte Oster-Lockdown im Wangerland gestaltet, wird nach Ansicht von Björn Mühlena „spannend werden“. Der Bürgermeister rechnet damit, dass entsprechende Weisungen (etwa zur Öffnung des Lebensmitteleinzelhandels) frühestens am Freitag vorliegen.
Als sicher gilt hingegen die für Freitag geplante Öffnung der Campingplätze für Dauercamper. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Das Wangerland, so Mühlena am Dienstag im Rat der Gemeinde, könnte vielleicht „Testregion“ werden und so „zeigen, wie Corona-gerechter Tourismus geht“.
Luca-App
Dabei spielt naturgemäß die Wangerland Touristik GmbH (WTG) eine große Rolle. Laut Mühlena plant die WTG, für die Nutzer ihrer Einrichtungen die sogenannte Luca-App „verpflichtend einzuführen“. Dabei handelt es sich um ein Anwendungsprogramm für Smartphones zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung und Risikokontaktbenachrichtigung in der Pandemie.
Zweitwohnungsbesitzer
Eines stellte der Bürgermeister in seinen Mitteilungen mit Blick auf die Corona-Beschränkungen klar: Die rund 1800 Zweitwohnungsbesitzer, die im Wangerland gemeldet sind, dürfen nach entsprechenden Gerichtsentscheidungen ihre Immobilie nutzen. Gleichzeitig wies er auf die kuriose Regelung hin, wonach zwar eine Vermietung der Zweitwohnungen verboten, einen Weitergabe an Verwandte zur Nutzung hingegen zulässig ist.
Corona-Tests
Wie vorgeschrieben, bietet die Gemeinde ihren Mitarbeitern seit Anfang März wöchentlich einen kostenlosen Corona-Test an. „Das läuft hervorragend“, so Mühlena. Abgesehen von seiner Person (bekanntlich war der Bürgermeister an Covid-19 erkrankt und hatte mit entsprechenden Symptomen zu kämpfen) habe es „keine größeren Ausfälle“ gegeben. Auch in den Kitas sei bereits getestet und die ersten Mitarbeiterinnen geimpft worden.
Während das Hooksieler Muschelmuseum Corona-bedingt geschlossen bleibt, ist das Künstlerhaus im Sielort unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Hygienevorschriften weiter geöffnet.
Außerdem teilte Mühlena mit, dass die Gemeinde von Gaststätten, die Außengastronomie betreiben, wie bereits in 2020 auch in diesem Jahr keine Gebühren für die Nutzung von Wegen und Plätzen kassiert.
Ansonsten setzt Wangerlands Verwaltungschef in Sachen Corona auf die nächsten Bund-Länder-Gespräche am 12. April: „Ich hoffe, dass wir dann Licht am Ende des Tunnels sehen.“
