Wangerland - Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) ist der große Gewinner der Gemeinderatswahl im Wangerland. Aus dem Stand heraus hat die WPW, die zum ersten Mal zu einer Ratswahl angetreten ist, fünf Sitze (22,1 Prozent) im 24 Sitze starken Gemeinderat errungen. „Wir haben auf so ein Ergebnis gehofft aber nicht damit gerechnet“, so der zukünftige WPW-Fraktionsvorsitzende Dieter Schäfermeier. Gerade in Hohenkirchen, Hooksiel und Horumersiel konnte die WPW Stimmen holen. „Das sind die Hochburgen mit den Großprojekten. Dass wir dort so viele Stimmen geholt haben zeigt, dass die Bürger mit den Entscheidungen der bisherigen Parteien unzufrieden sind.“ Mit welcher Partei die WBW im Rat zukünftig zusammenarbeiten will ließ Schäfermeier am Sonntagabend noch offen.
Lange Gesichter gab es hingegen bei der CDU. Die Christdemokraten verlieren satte zehn Prozent und kommen nur noch auf 25,22 Prozent. „Die Enttäuschung ist natürlich riesen groß“, so die Fraktionsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek. Grundsätzlich liege man mit der positiven Haltung gegenüber der Großprojekte richtig, allerdings „müssen wir eine bessere und frühzeitigere Bürgerbeteiligung hinbekommen.“
Bei der Wahlparty gestern Abend in der Tettenser Gaststätte „Hof von Wangerland“ waren sich Sprecher von SPD (8 Sitze), CDU (6 Sitze), Grünen (2 Sitze) und UWW (1 Sitz) darin einig, in Zukunft gemeinsam im Rat gegen die ihrer Meinung nach „Anti-Politik“ von Pro-Wangerland anzugehen. Die FDP zieht mit Lübbo Meppen mit einem Sitz in den Rat. Ganz neu im Rat sind auch die Freien Bürger, die mit einem Sitz und Horst David in den Rat einziehen.
