WANGERLAND - Der gelbe Turm ist in Schillig weithin sichtbar. Knapp 43 Meter ist er hoch – bei einem Durchmesser von nur drei Metern. Bei dem Bauwerk handelt es sich um einen Antennenträger des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA), der 1960 aus Stahlbeton am Fuß des Deiches gebaut wurde.

Die Antennen auf seiner Spitze dienen der Schifffahrt. Sie übermitteln Daten und werden für die Kommunikation mit der Verkehrszentrale des WSA benötigt. Außerdem werden dort die von allen Radartürmen übertragenen Daten der Jade und der Deutschen Bucht gesammelt und an die Verkehrszentrale weitergeleitet. Der Antennenträger steht in diesem Jahr zur Sanierung an. Das teilte der zuständige Sachbereichsleiter, Frederic Baumgarten, am Freitag beim Jahrespressegespräch des WSA mit.

Und zwar soll zunächst der Schutzraum neben dem Turm erneuert werden. Dort wird in einem nächsten Schritt die Anlage aus dem Trafogebäude, das unweit des Antennenträgers steht, untergebracht. Anschließend wird es abgerissen. Der Turm, außen inzwischen von Wind und Wetter gezeichnet, wird im Sommer saniert und erhält einen frischen gelben Anstrich.

Am Voslapper Unterfeuer (neben der Löschbrücke der Wilhelmshavener Raffinerie) sind im Sommer ebenfalls Unterhaltungsarbeiten geplant. Wie Frederic Baumgarten berichtete, wird in dem Zusammenhang die Laterne eingehaust, um zukünftige Wartungsarbeiten zu erleichtern.

Bei klarer Sicht ist der markante Leuchtturm Mellum Plate von Schillighörn aus gut zu sehen. Seine Zukunft ist noch ungewiss. In den kommenden fünf Jahren wird er seinen Dienst wie gewohnt verrichten und dafür je nach Erfordernis auch instand gesetzt. Danach werde entweder ein Ersatz gebaut oder der Leuchtturm werde insgesamt instand gesetzt, die Untersuchungen liefen noch, antwortete WSA-Chef Dr. Torsten Stengel auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie die Entscheidung auch falle, sei mit Kosten von mehr als fünf Millionen Euro auszugehen.