WANGERLAND - Wer die heimischen Wirtschaftswege schonen will, sollte auf eine geringe Achslast achten, Fahrzeuge mit mehreren Achsen verwenden, langsam fahren und breite Reifen aufziehen. So lässt sich der Vortrag zusammenfassen, den Martin Vaupel von der Landwirtschaftskammer am Donnerstagabend im wangerländischen Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Feuerschutz und Wegebau in der 'Alten Pastorei' in Middoge hielt.

Hintergrund des Vortrags ist, dass das Wangerland bei der Straßeninstandsetzung sozusagen gegen Windmühlen kämpft. Für insgesamt 160 Kilometer Gemeindestraßen stehen jährlich gerade mal 100 000 Euro zur Verfügung. Selbst eine Umschichtung von Finanzmitteln im Haushalt würde nach Ansicht von Björn Mühlena nicht helfen. 'Auch wenn wir den Ansatz verdoppeln würden, würden wir das nicht hinkriegen', so der Bürgermeister in der Sitzung, zu der auch rund 25 interessierte Gäste – meist Landwirte – gekommen waren.

Weil immer weniger Betriebe immer größere Flächen bewirtschaften, müssten die Landwirte mit ihren Fahrzeugen immer weitere Wege zurücklegen, erläuterte Vaupel. Der Trend 'schneller – größer – schwerer' ist nach Angaben des Agraringenieurs so weit fortgeschritten, dass die gesetzlichen Grenzen in Sachen Gewicht, Länge und Breite erreicht seien. Die Fahrbahnen hingegen hätten mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten.