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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Wangerland

Nach Explosion im Libanon: Sondermüll aus Beirut am 15. Mai in Wilhelmshaven

07.05.2021

Wiefels /Hannover Das Containerschiff mit belasteten Abfällen, die nach der Explosion im Hafen Beirut im August 2020 geborgen wurden, hat Kurs auf Wilhelmshaven genommen: Das Schiff hat am Mittwoch den Hafen von Beirut verlassen und wird Wilhelmshaven voraussichtlich am 15. Mai erreichen. An Bord: 35 Container mit rund 700 Tonnen Abfällen.

„Wir halten Wort“, sagt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies: „Wir leisten unseren solidarischen Beitrag, die Abfälle fachgerecht zu entsorgen“, betont er.

Das wird von Nehlsen in Wiefels bearbeitet

Die Firma Nehlsen AWG & Co. KG ist beauftragt, ausschließlich folgende Abfälle anzunehmen:
 Säuren, Laugen, Farben, Druckfarben, Nagellackentferner usw. Es handelt sich um feste, aber auch flüssige Abfälle die nach dem Europäischen Abfallverzeichnis (EAV) und der deutschen Abfallverzeichnisverordnung (AVV) als „gefährliche Abfälle“ definiert werden.
 Nicht angenommen werden in Wiefels Bodenmaterial und radioaktive Stoffe.

Nehlsen nimmt die Abfälle im Hafen Wilhelmshaven an und transportiert sie ins Sonderabfallzwischenlager Wiefels. Dort werden die Abfälle im Labor untersucht und zur Entsorgung weitertransportiert. Auf der Deponie Wiefels landet nichts.

Genehmigungsbehörde für den Import des Abfalls aus Beirut ist das Niedersachsen. Geprüft hat den Import die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH.

In den Containern befinden sich Industrieabfälle – auch gefährliche Abfälle genannt: In erster Linie Reinigungsmittel und Chemikalien, die durch die Explosion unbrauchbar wurden, teilt das Umweltministerium mit. Das Spektrum umfasst Lack- und Farbschlamm, gebrauchte Chemikalien – darunter Salz- und Schwefelsäure, Wasserstoffperoxyd, Peressigsäure –, Gasdruckbehälter und Spraydosen sowie Sperrmüll, Holz und verunreinigten Boden.

Die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall hat alles geprüft und die fachgerechte Entsorgung genehmigt.

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Von Wilhelmshaven aus werden die Abfälle zunächst ins Sonderabfallzwischenlager der Firma Nehlsen AWG in Wiefels transportiert. Dort werden die Abfälle vorbehandelt und auf die Endentsorgungsanlagen verteilt – es handelt sich um zwei chemisch-physikalische Behandlungsanlagen (HIM GmbH in Kassel und Nehlsen Industrieservice GmbH in Bremen) sowie zwei Sonderabfallverbrennungsanlagen (AVG Abfall-Verwertungs-GmbH Hamburg und Remondis SAVA GmbH Brunsbüttel).

Lies zufolge wird die Entsorgung der Abfälle ungefähr zwei Monate dauern. Dem Land entstehen keine Kosten – die zahlt die Republik Libanon.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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