WANGEROOGE - Seit Montag rollen sie wieder, die Dumper und Radlader der Kurverwaltung Wangerooge, um mit 100 000 Kubikmetern Strandsand, den Bade- und Burgenstrand der Insel Wangerooge nach den Schäden durch Sturm 'Xaver' wieder herzurichten. 'So weit wie in diesem Jahr sind wir noch nie zur Sandentnahme in den Osten der Insel gefahren' so Hannes Gerdes, Mitarbeiter der Kurverwaltung Wangerooge. Hin- und zurück sind es immerhin elf Kilometer, bei geschätzten 10 000 Fahrten werden die zwölf Mitarbeiter der Kurverwaltung so einiges an Kilometern in den nächsten Tagen und Nächten bis Ende April zwischen Ostende der Insel und Hauptstrand zurück legen. Nach Aussage von Bürgermeister Holger Kohls kommen dabei 500 000 Euro € an Kosten auf die Kurverwaltung zu. Zuschüsse von Land und Landkreis sind kaum zu erwarten. Der Bund hatte unlängst die Forderung der Gemeinde, sich an den Kosten zu beteiligen, abgelehnt.

Nach Ansicht der Gemeinde Wangerooge ist diese Maßnahme durchaus auch als Beitrag zum Küstenschutz anzusehen, da das am Hauptstrand befindliche Deckwerk durch den aufgeschütteten Sand gegen Unterspülung geschützt wird. Der Bund sieht das jedoch anders. 'Wir können den Hauptstrand leider nicht zwei oder drei Jahre einfach liegen lassen, um den Bund eines Besseren zu belehren, dann bleiben unsere Gäste weg', sagt Bürgermeister Holger Kohls.

Bis zum 30. April soll die Maßnahme am Bade- und Burgenstrand abgeschlossen sein. Dann muss noch das Westbad im Westen hergerichtet werden. Insgesamt, so Hannes Gerdes, soll alles, Wind und Wetter vorbehalten, Mitte Mai abgeschlossen sein. Ab 1. April ist geplant, dass eine eine Raupe den Sand am Burgenstrand für die Ostergäste herrichten soll.